Hochhauser: Wirtschaftskammer hat viel für österreichische Betriebe erreicht

WKÖ-Generalsekretärin: auf Erfolgen von Handwerkerbonus bis "Gmbh neu" aufbauend ist nun (Steuer-)Entlastung durch Reformen und ohne neue Steuern das Ziel

Wien (OTS/PWK) - "Die Wirtschaftskammer Österreich hat im vergangenen Jahr zahlreiche interessenpolitische Erfolge zugunsten der österreichischen Unternehmen erreicht. Zudem konnten wir im Regierungsprogramm vor allem im Kapitel Wachstum und Beschäftigung wichtige Forderungen verankern", sagte WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser mit Verweis auf den Geschäftsbericht 2013 beim Wirtschaftsparlament heute, Donnerstag. Zum zweiten Mal wurde dem Wirtschaftsparlament auch ein Nachhaltigkeitsbericht für die WKÖ vorgelegt.

An konkreten interessenpolitischen Erfolgen der jüngeren Vergangenheit nannte die WKÖ-Generalsekretärin etwa die Neuregelung der Grunderwerbsteuer. Hier wurde durchgesetzt, dass es für Betriebe bei der Übergabe von Grundstücken im Familienverband nicht zu Mehrbelastungen kommt. "Solche Mehrbelastungen wären ein erheblicher Schaden für den gesamten Standort gewesen, wenn man bedenkt, dass in den kommenden zehn Jahren rund 58.000 Unternehmen vor der Übergabe stehen - zwei Drittel davon Familienbetriebe", so Hochhauser. Positive Effekte für die Wirtschaft, für Beschäftigung sowie für die Umwelt sind auch vom Handwerkerbonus, zu erwarten, der am 1. Juli in Kraft tritt. Arbeitsleistungen für die Renovierung, Erhaltung und Modernisierung von heimischem Wohnraum werden mit bis zu 600 Euro gefördert. 2014/2015 stehen dafür in Summe 30 Mio. Euro zur Verfügung. "Selbstverständlich gehen wir davon aus, dass nach einer Evaluierung des Handwerkerbonus eine Verlängerung bzw. Ausweitung beschlossen wird", betonte die WKÖ-Generalsekretärin.

Positiv ist auch, dass künftig nicht nur Haushalte, sondern etwa auch Unternehmen für die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen finanzielle Mittel aus der entsprechenden Förderaktion des Klima- und Energiefonds erhalten können und die Steuerbefreiung für von Betrieben selbst erzeugten Grünstrom von 5.000 auf 25.000 Kilowattstunden erhöht wird.

Durch intensive Verhandlungen mit der Regierung ist es überdies eine Trendwende bei den Lohnnebenkosten gelungen, die beginnend mit 1. Juli 2014 in zwei Schritten um insgesamt 0,2 Prozent sinken werden. "Damit werden die Arbeitszusatzkosten der österreichischen Betriebe um insgesamt 200 Mio. Euro pro Jahr verringert", unterstrich Hochhauser. Zu den interessenpolitischen Erfolgen gehört auch die Abwehr von Belastungen oder drohenden Wettbewerbsnachteilen. "Hier war es heuer besonders turbulent", so Hochhauser. Abgewehrt wurde die Aufhebung der Gründungserleichterung für die "GmbH neu" ebenso wie die geplante Abschaffung der Steuerbegünstigung durch den Gewinnfreibetrag. Auf EU-Ebene konnten investitionsfeindliche Neuerungen im Zusammenhang mit der Revision der UVP-Richtlinie verhindert werden.

In der verbleibenden zweiten Jahreshälfte 2014 gehe es vor allem darum die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Österreichs zu verbessern. Entsprechend den Ergebnissen des WKÖ-Wirtschaftsbarometers sehen die Unternehmen großen Reformbedarf vor allen in den Bereichen Steuern, Verwaltung, Arbeitskosten, Reformbereitschaft in der Politik und Energiekosten. Hochhauser abschließend: "Wir setzen uns ein für eine Weichenstellung in Richtung einer Steuerentlastung durch Reformen und ohne neue Steuern. Wir fordern eine Entbürokratisierung und Entlastung der Unternehmen und wir wollen eine Verbesserung der Unternehmensfinanzierung." (SR)

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