Kärnten: Infineon setzt auf Standort Villach

LH Kaiser: Durch Innovation, Investition und Internationalität passen Kärnten und Infineon gut zusammen - Erweiterung bringt 200 neue Arbeitsplätze

Klagenfurt (OTS/LPD) - Die Infineon Technologies AG erweitert den österreichischen Standort Villach. Im Zentrum steht der Ausbau der Kompetenzen für die Produktion der Zukunft sowie Forschung und Entwicklung (F&E). Für die Erweiterung geplant sind Investitionen und Forschungsaufwendungen in der Höhe von insgesamt 290 Millionen Euro und die Schaffung von etwa 200 neuen Arbeitsplätzen - vorrangig in F&E in den Jahren 2014 bis 2017. Der neue Gebäudeverbund, in dem unter anderem 1.700 Quadratmeter Reinraumfläche und 1.800 Quadratmeter Messtechnikflächen geschaffen werden, nennt sich "Pilotraum Industrie 4.0". Weiters werden Infrastruktur, Anlagenparks und Logistik ausgebaut. Das wurde heute, Donnerstag, bei einer Pressekonferenz in Villach bekannt gegeben.

"Mit diesem neuen Projekt in Villach wurde die gerade erst gestellte Forderung des Instituts für Höhere Studien - das Land Kärnten soll auf wachstumsstarke Faktoren setzen - schon erfüllt", sagte der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser. Es sei ein großer Tag für Kärnten und biete enorme Zukunftschancen für die Menschen dieses Landes. "Kärnten hat einen klaren weiteren Auftrag erhalten und ist damit auf dem richtigen Weg, eine der führenden Regionen im Bereich Technologie sowie Forschung und Entwicklung zu werden", betonte der Landeshauptmann. Aufgabe der Politik sei es, die Rahmenbedingungen und Weichen zu setzten, denn es gehe auch darum, dass Europa weiterhin Produktionsstandort bleibe.

Der Landeshauptmann konnte auch vom gestrigen Kärnten-Empfang im Verbindungsbüro Brüssel mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien, wo Kärnten als sympathischer, innovativer und dynamischer Standort präsentiert wurde, sehr positives berichten. "Großes Interesse am Alpen-Adria-Raum und möglichen Kooperationen wurde von Sachsen-Anhalt bekundet und hierfür wurden von mir bereits die ersten Schritte gesetzt."

Kaiser dankte Infineon für den Vertrauensvorschuss für die Region. "Wir werden dem entsprechen. Kärnten und Infineon passen durch Innovation, Investition und Internationalität hervorragend zusammen. Dieses positive Triple-I als wirksamste Maßnahme gegen das negative Triple A - Armut, Abwanderung und Arbeitslosigkeit - ist das Credo Kärntens im internationalen Wettbewerb und steht auch exakt für Infineon als einen der international erfolgreichen Leitbetriebe unseres Landes. Wir werden gemeinsam viele Erfolgskapitel wie den 'Pilotraum Industrie 4.0' schreiben. Heute wurde ein sehr wichtiger Schritt für Infineon und den Konzern sowie für den Alpen-Adria-Raum, Kärnten und Österreich gesetzt. Solche Investitionen sind ein Beleg für das Vertrauen in die Reformen und Weiterentwicklungspläne für unseren attraktiven, zukunftsorientierten Wirtschaftsstandort Österreich", sagte der Kärntner Landeshauptmann.

"Mit dem Erweiterungskonzept stärkt Villach seine wichtige Rolle als Innovationsfabrik und Kompetenzzentrum für Leistungselektronik im Konzern. Durch die Kopplung von Innovationsfabrik in Villach mit Volumenfertigung in Dresden am Beispiel der 300-Millimeter-Dünnwafer-Produktion für Leistungshalbleiter tragen wir zum Erfolg des Unternehmens bei", sagte Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG. Es werde mit der Erweiterung auch deutlich gemacht, dass Kärnten nicht nur aus Hypo bestehe, so Herlitschka weiter. "Diese Maßnahme wurde bewusst gesetzt aus Vertrauen auf den Standort Österreich und auch auf die Reformbereitschaft, die wir brauchen." Damit werde ein großer Beitrag in die Wettbewerbsfähigkeit - auch von Europa - geleistet. Herlitschka dankte dem Landeshauptmann für die Unterstützung und betonte, dass das langjährige Wachstum der Infineon Technologies Austria AG durch ein enges Kooperationsnetzwerk zwischen dem Konzern, der Stadt Villach, dem Land Kärnten, der Republik Österreich sowie den europäischen Institutionen unterstützt werde.

"Der Ausbau des Standortes Villachs ist Teil unserer konzernweiten Fertigungsstrategie. Der Standort Villach hat eine hohe Innovationskraft, hier werden wichtige Entwicklungen vorangetrieben und produktionsreife innovative Technologien an andere Standorte von Infineon transferiert. Komplementär umfasst unsere Strategie den Ausbau unserer Volumenfertigung auf 300mm-Dünnwafern in Dresden und auf 200mm-Wafern in Kulim in Malaysia", erläuterte Hans Dirk Löwe, Leiter Frontend Fertigung der Infineon Technologies Austria AG. Er und Thomas Reisinger, Vorstand Operations der Infineon Technologies Austria AG, waren mittels Videozuschaltung aus Dresden Teil der Pressekonferenz.

Zentralbetriebsrat Robert Müllneritsch verwies auf den erfolgreichen Weg des Infineon-Standortes Villach. "Dieser heutige Schritt zeigt, dass dieser Weg weiterbeschritten wird." An der Pressekonferenz teilgenommen haben von Infineon Technologies Austria AG auch CFO Oliver Heinrich und Pressesprecherin Ingrid Lawicka.

Die Infineon Technologies AG bietet Halbleiter- und Systemlösungen an. Mit weltweit rund 26.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2012 (Ende September) einen Umsatz von 3,9 Milliarden Euro. Mit dem Projekt "Pilotraum Industrie 4.0" geht Infineon den nächsten Entwicklungsschritt und wird dafür noch intensiver mit Forschungspartnern, Universitäten, Fachhochschulen und KMUs im Innovationssystem kooperieren. Es wird ein neuartiges Konzept der vernetzten und wissensintensiven Produktion umgesetzt und getestet sowie die Forschung bei neuen Materialien und Technologien intensiviert. Errichtet wird ein hochmoderner Gebäudeverbund für Forschungs-, Produktions-, und Messtechnikarbeitsplätze. Außerdem werden die Logistik, sonstige Infrastrukturen und die Anlagenparks für die zukünftigen Anforderungen ausgebaut. Ein breitflächiges Forschungsprogramm mit Innovationen bei Material, Prozessen, Technologie und Systemkompetenz ist die zweite Säule der Erweiterung des Standorts Villach und unterstützt die Entwicklung der nächsten Generation energieeffizienter Produkte.
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