AK: Geplante Preiserhöhungen beim Verkehrsverbund Ostregion (VOR) setzen falsche Signale für den Pendlerverkehr

Tariferhöhungen für PendlerInnen zu hoch. Jugend-Tickets und Jahreskarten Wiener Linien bleiben gleich

Wien (OTS) - "Die zum 1. Juli geplanten Preiserhöhungen beim Verkehrsverbund Ostregion setzen widersprüchliche und zum Teil falsche Signale für Pendlerinnen und Pendler", sagen die VerkehrsexpertInnen der Arbeiterkammern von Wien und Niederösterreich, Doris Unfried und Thomas Kronister. Für die Pendlerinnen und Pendler, die in der Ostregion per Bahn unterwegs sind, werden die Tickets im Schnitt um 2,8 Prozent und damit deutlich über der Teuerungsrate von 2,2 Prozent teurer. "Auch ein Verkehrsverbund kommt um Preiserhöhungen nicht herum, wenn alles teurer wird. Aber deutlich über der Inflationsrate zu erhöhen, ist der falsche Weg", so die AK-ExpertInnen. Auf einigen Strecken ziehen die Preise sogar deutlich mehr an. Pendlerinnen und Pendler können sich ihre Wege nicht aussuchen. Aber sie müssen im Umland von Wien Preiserhöhungen je nach Strecke von bis zu 4,5 Prozent hinnehmen. "Gerade stark frequentierte Bahnstrecken wie die Südstrecke von Wiener Neustadt oder die Weststrecke aus Richtung St. Pölten werden aber so unattraktiver. Eigentlich sollen doch mehr Leute motiviert werden, das Auto stehen zu lassen", so die AK-ExpertInnen. Immerhin:
Für Jugendliche bleiben die Preise stabil. Das Jugendticket und das Top-Jugendticket kosten weiterhin 19,60 Euro beziehungsweise 60 Euro. Auch die Jahreskarte der Wiener Linien, die inzwischen von 600.000 Menschen genutzt wird, wird nicht teurer.

Für die Wiener Fahrgäste mit Wochen- oder Monatskarten wird sich der Preis um 2,5 Prozent erhöhen. Beim VOR werden gerade vielbefahrene Strecken deutlich teurer: EinendlerInnen nach Wien beispielsweise zahlen künftig für die Strecke St. Pölten Wien beim Jahresticket 1.530 Euro statt bisher 1.480 Euro (plus 3,4 Prozent). Das Jahresticket für die Strecke Wiener Neustadt nach Wien soll von 1.344 auf 1.383 Euro angehoben werden.

Die treuesten Pendlerinnen und Pendler des Verbundes, die mit Jahreskarten in Wien unterwegs sind, werden vom Land Wien mit keiner Kostenerhöhungen belastet.

Im Gegensatz zu Niederösterreich. Schon jetzt ist die Jahreskarte für die erste Außenzone um 22 Euro teurer als für die Kernzone Wien (365 Euro), bei einem vergleichsweise geringem Angebot. Die Monatskarte für sieben Außenzonen wird gar um 8 Prozent erhöht.

"Die Preisschere zwischen Wien und Niederösterreich geht noch weiter auf und dafür ist der Eigentümervertreter, das Land Niederösterreich, verantwortlich. Für die Stammkunden des öffentlichen Verkehrs wäre eine stärkere Unterstützung des Landes Niederösterreich wünschenswert. Statt einer weiteren Belastung durch die Verteuerung von Wochen- und Monats- und Jahreskarten sollte endlich die seit Jahrzehnten versprochene Tarifreform umgesetzt werden" so Thomas Kronister.

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