AKS: Keine Förderung von elitären Privatschulen

Bundesgelder für "Vienna International School" sind untragbar

Wien (OTS) - Die Aktion kritischer Schüler_innen (AKS) zeigt sich schockiert davon, dass der mit 5 Millionen Euro dotierte Förderungsvertrag mit der privaten Eliteschule "Vienna International School" vom Außenministerium verlängert wurde. Dies steht in einem starken Kontrast zu den mit jedem Jahr höher werdenden Einsparungen im Bildungsbereich. "Während Schüler_innen einer öffentlichen Schule im Winter oft frieren müssen und mit schlechter Infrastruktur und veralteten Lehrmaterialien konfrontiert sind, wird eine elitäre Privatschule geradezu von Geld überhäuft. Dieser Zustand ist untragbar!", zeigt sich Christina Götschhofer, Bundesvorsitzende der AKS entsetzt.

Die staatlichen Bildungsausgaben liegen laut dem Bildungsbericht 2012 bei durchschnittlich 8.400 Euro pro Schüler_in, Verwaltungskosten bereits miteingerechnet. Bei einem Schulgeld von bis zu 17.500 Euro an der Vienna International School ist es äußerst fragwürdig, wenn seitens des Staates weitere Gelder fließen und somit die Bildung von Eliten offiziell gefördert wird. "Es ist schlichtweg inakzeptabel, dass sozial Stärkere vom Staat unterstützt werden und gleichzeitig kaum genug Geld für wichtige Maßnahmen im Bildungsbereich übrig ist", kritisiert Götschhofer.

Seit Jahren fordert die AKS, soziale Unterschiede an Schulen zu bekämpfen, unter anderem durch die Einführung der ganztägigen Gesamtschule und die Abschaffung aller Privatschulen. "In unserem Bildungssystem darf niemand zu kurz kommen. Soziale Unterschiede müssen abgebaut und finanzielle Hürden abgeschafft werden. Für eine sozial gerechte Schule und Gesellschaft!", stellt Götschhofer abschließend klar.

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Christina Götschhofer
AKS Bundesvorsitzende
Tel.: 0664/5112145
christina.goetschhofer@aks.at

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