AK Muhm zu Telekom: Informiert da jemand?

Vorstand hätte seiner Informationspflicht früher nachkommen müssen

Wien (OTS) - "Hier besteht dringender Aufklärungsbedarf", sagt AK Wien Direktor Werner Muhm in Bezug auf den millionenschweren Abwertungsbedarf bei der bulgarischen Telekom-Tochter Mobiltel.

"Eine derart hohe Abwertung ergibt sich nicht von einem Tag auf den anderen. Denn ein verschlechtertes Marktumfeld, das in der Folge die Abwertung einer Beteiligung notwendig macht, ergibt sich schließlich auch nicht von einem Tag auf den anderen", stellt AK Wien Direktor Werner Muhm fest. Seiner Meinung nach ist nun das Management der Telekom Austria gefordert, hier rasch für Aufklärung zu sorgen. "Dass in Bulgarien ein Risiko besteht, hätte bekannt sein müssen, der Vorstand hätte dementsprechend bereits früher informieren müssen", legt Muhm das Augenmerk auf die Informationspflicht des Telekom Austria-Vorstands.

Zudem stellt sich die Frage, wie gut der sich selbst erneuernde Aufsichtsrat der ÖIAG in diesem Falle seine Kontrolle ausgeübt hat. "Offensichtlich ist die Kontrolle durch die ÖIAG nicht engmaschig genug", so Muhm. Der AK Wien Direktor ortet daher dringenden Aufklärungsbedarf.

Und last but not least stellt sich für Muhm die Frage, wem dieses finanzielle Debakel letztendlich nützt. Zumindest muss der neue Vorstand, der zu zwei Drittel dann von Managern des mexikanischen America Movil-Konzerns gestellt wird, die unangenehme Nachricht von der Wertberichtigung nicht übernehmen.

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