- 25.06.2014, 10:30:32
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Kritik am neuen Psychotherapie-Formular der WGKK weitet sich aus!
Patientenanwaltschaft und ÄrztInnen schalten sich ein.
Utl.: Patientenanwaltschaft und ÄrztInnen schalten sich ein. =
Wien (OTS) - PsychotherapeutInnen und PatientInnen sprechen mit einer
Stimme: Die Petition des Wiener Landesverbandes für
Psychotherapie(WLP)"NEIN zum neuen Krankenkassenformular für
Psychotherapie! - KEINE sensiblen Krankendaten ohne Anonymisierung",
die Ende Mai 2014 online und per Unterschriftenlisten gestartet
wurde, erreicht in kürzester Zeit bereits an die 5.000
UnterzeichnerInnen (www.psychotherapie-wlp/petition2014).
Immer mehr ÄrztInnen unterstützen die Petition und zeigen sich mit
PsychotherapeutInnen solidarisch, obwohl das erweiterte
Antragsformular der WGKK für ÄrztInnen, die psychotherapeutische
Behandlungen durchführen, nicht vorgesehen ist.
Auch die Patientenanwaltschaft übt Kritik. Das Formular dürfe
nicht nur die Interessen der Krankenkasse bedienen, sondern müsse
zugleich die Privatsphäre der PatientInnen optimal schützen. Die
Wiener Patientenanwältin, Dr.in Sigrid Pilz, und der Sprecher der
Patientenanwälte, Dr. Gerald Bachinger, plädieren für Gespräche
zwischen WGKK und WLP.
Aus Sicht des Wiener Landesverbandes für Psychotherapie
(WLP)sprechen sowohl rechtliche als auch berufsethische Einwände
gegen die Verwendung des Formulars. "PatientInnen müssen sich darauf
verlassen können, dass sensible Informationen, die sie der
PsychotherapeutIn anvertrauen, im Rahmen der Psychotherapie bleiben",
so die Vorsitzende des WLP, Leonore Lerch. Die Verwendung eines
Formulars, welche möglicherweise zur Verletzung von Gesetzen und
Berufspflichten führt, ist der Berufsgruppe der PsychotherapeutInnen
nicht zumutbar.
Lerch: "Wir appellieren an die Wiener Gebietskrankenkasse, das
neue Formular zurückzustellen, bis die Verwendung im Rahmen des
Kostenzuschusses sowie der Kostenübernahme einwandfrei geklärt ist.
PsychotherapeutInnen brauchen Rechtssicherheit!"
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