- 23.06.2014, 12:11:43
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Modernes Bildungszentrum in historischem Umfeld
Landesrat Sonderegger: Generalsanierung und Erweiterung von Schloss Hofen auf Schiene
Utl.: Landesrat Sonderegger: Generalsanierung und Erweiterung von
Schloss Hofen auf Schiene =
Bregenz (OTS/VLK) - Das Landesbildungszentrum Schloss Hofen wird in
den nächsten zweieinhalb Jahren generalsaniert und um einen -
großteils unterirdischen - Neubau erweitert. Mit der Planung hat die
Vorarlberger Landesregierung das Architektenbüro marte.marte
beauftragt. Die Gesamtkosten bis zur vorgesehenen Inbetriebnahme im
September 2016 sind mit 11,9 Millionen Euro veranschlagt.
"In den historischen Mauern von Schloss Hofen wird ein topmodernes
Bildungszentrum entstehen, mit dem die berufsbegleitende Aus- und
Weiterbildung auf universitärem Niveau in Vorarlberg einen
Qualitätssprung macht", sagte Landesrat Harald Sonderegger am Montag,
23. Juni 2014, im Landhaus.
Derzeit bietet Schloss Hofen über 30 Studien- und
Vertiefungsrichtungen für über 500 Studierende an. Insgesamt haben
die von Schloss Hofen veranstalteten Studienprogramme schon über
5.500 Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht. Darüber hinaus
stehen die Räumlichkeiten von Schloss Hofen auch anderen Anbietern
für externe Gastveranstaltungen, Workshops bzw. Kongresse zur
Verfügung, soweit es die Terminplanung erlaubt und die Programme in
das Angebotsspektrum passen. Schloss Hofen verfügt derzeit über fünf
Seminarräume und zwei Gruppenräume sowie 20 Zimmer zur Übernachtung.
Mit jährlich rund 15.000 Teilnehmertagen sind die Kapazitätsgrenzen
erreicht, betonte Geschäftsführer Armin Paul.
Im Rahmen des Projektes gelte es Denkmalschutz und moderne Technik
bestmöglich zu vereinbaren, informierten Architekt Stefan Marte und
Projektierungsleiter Markus Dejaco von der Hochbauabteilung des
Landes. Das historische Gebäude werde sowohl technisch (Heizung,
Warmwasser, Elektronik, Brandschutz usw.) als auch funktional auf den
neuesten Stand gebracht. Die Attraktivität der geschichtsträchtigen
Schlossanlage und die vorhandenen räumlichen und architektonischen
Qualitäten bleiben erhalten, gleichzeitig werden die
Betriebsstrukturen erweitert und verbessert.
Das Konzept sieht vor, dass das Nebengebäude (Pförtnerhaus) in
Zukunft hauptsächlich als Verwaltungsbereich dienen soll, während im
eigentlichen Schloss die Nutzungen den jeweiligen Ebenen eindeutig
zugeordnet sind: Rezeption und Gastronomie im Erdgeschoss, Seminar-
und Vortragsräume im Obergeschoss, Gästezimmer in den beiden obersten
Stockwerken. Für Erschließung, Küche und Wäscherei mit den jeweils
erforderlichen Nebenräumen ist südostseitig ein großteils
unterirdischer Neubau geplant. Die beiden südostseitigen Anbauten von
1908 werden abgetragen und durch zwei neue freistehende
Erschließungstürme ersetzt. Den einzigen Eingriff nordwestseitig
bildet ein neuer Zugang zur Rezeption. Dieser neue Haupteingang
ermöglicht dem Besucher eine einfache Orientierung und dem Betreiber
eine geordnete Verteilung der Gäste.
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