AKV-Präsident Kukacka: Ja zur verfassungsrechtlichen Verankerung des Verbots der Sterbehilfe

AKV unterstützt "parlamentarische Bürgerinitiative": Schranken gegen Euthanasie aufbauen!

Wien (OTS) - Als wichtigen Schritt zur Klärung grundsätzlicher ethischer und rechtspolitischer Fragen begrüßt die Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände (AKV) die Konstituierung der im Regierungsprogramm angekündigten parlamentarischen "Enquete-Kommission" zum Thema "Würde des Menschen am Ende des Lebens", noch vor der Sommerpause.

Damit können so wichtige Fragen, wie die rechtliche Verankerung des Verbots der Sterbehilfe, von Patientenverfügungen und die Stärkung der Hospiz- und Palliativmedizin auf breiter parlamentarischer Ebene und unter Einbeziehung von Experten der Religionsgemeinschaften und der Zivilgesellschaft umfassend beraten werden, stellte heute dazu der AKV-Präsident Staatssekretär a.D. Mag. Helmut Kukacka fest.

"Angesichts starker Kräfte in Europa, die in Richtung einer Freigabe der Tötung auf Verlangen drängen, ist für die AKV die verfassungsrechtliche Verankerung dieses Verbots ein dringendes gesellschaftspolitisches Anliegen, das umfassend beraten werden müsse. Wir müssen leider registrieren, dass in Ländern, in denen die Euthanasie erlaubt ist, immer mehr Schranken fallen, wie etwa in Belgien, das erst kürzlich die Sterbehilfe bei Kindern erlaubt hat. Umso mehr gilt es hier klare Grenzen gegen eine Lockerung der derzeitigen Gesetze zu setzen und rechtzeitig Schranken gegen die Euthanasie aufzubauen. Stattdessen muss die Hospiz- und Palliativversorgung politisch gestärkt und finanziell ausgebaut werden. Damit soll eine breit unterstützte Alternative zum Weg der Euthanasie und der aktiven Sterbehilfe entwickelt werden", forderte Kukacka.

Die AKV unterstützt deshalb auch die aktuelle "parlamentarische Bürgerinitiative" unter der Bezeichnung "An der Hand ...", zur Verankerung des Verbots der Tötung auf Verlangen (aktive Sterbehilfe) in der Verfassung. Es gelte dafür einen breiten gesellschaftlichen Konsens zu organisieren, damit dieses Ziel auch erreicht werden kann. Die AKV begrüßt deshalb auch die öffentliche Unterstützung der österreichischen Bischofskonferenz für diese Bürgerinitiative, schloss Kukacka.

Parlamentarische Bürgerinitiative gegen Euthanasie "An der Hand, nicht durch die Hand des Menschen sterben" auf der Webseite des österreichischen Parlaments:
http://www.ots.at/redirect/parlament4

www.keineEuthanasie.at

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Thomas Lietz
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