Stronach/Franz: Viele offene Fragen bei neuer Ärzte-Ausbildung

Wien (OTS) - Der traditionelle "Turnus" ist längst nicht mehr zeitgemäß und bringt für die Praxis fast nichts. Ab 2015 soll es daher, nach vielen Jahren des typisch österreichischen Herumdokterns am System, eine runderneuerte Ärzte-Ausbildung geben. Das verkündete jüngst SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger. Das Wichtigste bleibt dabei aber wie so oft ungeklärt: Wer soll die zukünftigen Lehrpraxismonate der jungen Ärzte bezahlen?

Der Sinn der neuen Ausbildung liegt ja vor allem darin, den Jungärzten mehr praxisrelevante Tätigkeiten beizubringen - und das geht nur im niedergelassenen Bereich. Dass dafür die öffentliche Hand aufkommen muss, liegt wohl in der Natur der Sache, denn es geht ja um die Gesundheit der Bevölkerung. Aber: Die heisse Kartoffel namens Finanzierung wird zwischen den potenziellen Geldgebern Bund, Ländern und Gemeinden endlos hin- und hergeschoben. Team Stronach Gesundheitssprecher Dr. Marcus Franz befürchtet, dass diese grundsätzlich sinnvolle Neuerung wie so viele andere Ideen an unserem zersplitterten und inhomogenen System scheitern wird. Franz weiter:
"Die kompetenzlose Struktur des Gesundheitsministeriums und die latent ärztefeindliche Haltung des zuständigen Ministers, der zwar angeblich den Patienten im Mittelpunkt haben, dafür aber die medizinischen Hauptakteure ständig schwächen will, machen das Scheitern der neuen Ausbildungspläne nur noch wahrscheinlicher."

"Sinnvolle Voraussetzungen für eine gute Ärzte-Ausbildung wird man nur in einem österreichweiten, einheitlichen Gesundheitswesen vorfinden, in dem auch die Krankenkassen zusammengelegt sind - in genau jenem System also, für das sich das Team Stronach vehement einsetzt und für das nun auch schon seitens des Wirtschaftskammer-Präsidenten Christoph Leitl Zustimmung gekommen ist", so Franz abschließend.

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