FP-Guggenbichler: TTIP möchte auch das Wasser liberalisieren - nicht mit uns!

Lieber heute als morgen die TTIP Verhandlungen einseitig abbrechen! Lieber heute als morgen die TTIP Verhandlungen einseitig abbrechen!

Wien (OTS/Fpd) - Unser Trinkwasser sollte uns ein heiliges Gut sein, dass niemals zur Verhandlungssache werden darf, so Umweltsprecher LAbg. Ing. Udo Guggenbichler. Das umstrittene Handelsabkommen TTIP, das seit einiger Zeit unter größter Geheimhaltung, quasi "im stillen Kämmerlein", zwischen den USA und der europäischen Kommission ausverhandelt wird, soll nunmehr auch einen Passus über die Liberalisierung, sprich den Verkauf und damit die Privatisierung der europäischen Trinkwasservorkommen enthalten. Alleine dieses Ansinnen stellt einen Tabubruch sondergleichen dar und ist daher von Haus aus abzulehnen, so heute der Umweltsprecher der FPÖ Wien, LAbg. Udo Guggenbichler in einer Stellungnahme.

Schon die Wiener SPÖ, namentlich SP-Bürgermeister Michael Häupl habe schon in der Vergangenheit der Versuchung nicht widerstehen können das kostbare Wiener Wasser zumindest teilweise zu veräußern.
Einem Bestandsvertrag aus dem Jahr 1998 nach, Häupl war seit 1996 Bürgermeister, hat Wien 7.300 Quadratmeter Grund in den Wildalpen mit der Quelle Seisenstein auf unbestimmte Zeit verpachtet. Bereits damals war konkret von "gewerblicher Abfüllung" und der "Errichtung einer Wasserabfüllanlage" die Rede.
1999 wurde dann die Wildalpen Wasserverwertungs GmbH gegründet. Die Gemeinde Wildalpen hat von ihrem verbrieften Weitergaberecht Gebrauch gemacht und das Wassernutzungsrecht, rund 630 Kubikmeter Wasser täglich, in eine neu gegründete GmbH gegen eine zehnprozentige Beteiligung eingebracht. Der Rest ist an weitere sieben private Gesellschafter gegangen. 2001 wurden ein Werk und eine Abfüllanlage für das privatisierte Wiener Wasser errichtet. Und im Jahr darauf hat man bereits mit dem Verkauf des Wassers ans Ausland - konkret nach Asien begonnen. Mittlerweile werden schon 95 Prozent des Wassers exportiert. Die restlichen fünf Prozent werden im Inland abgesetzt -etwa unter der Nobel-Marke "Wildalp".

Im Jahr 2010 hat die Wildalpen Wasserverwertungs GmbH einen neuen Hauptgesellschafter bekommen. Die sieben Investoren und auch die Gemeinde Wildalpen haben ihre Anteile an der GmbH massiv zurückgefahren, dafür ist nun der ursprünglich südaustralische Millionär und bekannte Poker-Spieler David Paul Steicke, der in Hongkong lebt, neuer 92%-Eigentümer, so Guggenbichler.

Dieses kleine Beispiel zeige jedenfalls eindrücklich, wie schnell die Privatisierung auch vermeintlich sicherer Wasservorkommen gehen kann. Wenn die europäische Kommission mit den USA dieses Ansinnen erst einmal in konkrete Taten umsetzen möchte, werden sich die Nationalstaaten dagegen nicht mehr wehren können. Daher gelte es lieber heute als morgen die die Verhandlungen einseitig abzubrechen und das TTIP Abkommen auf dem Altpapierhaufen der Geschichte zu entsorgen, so FPÖ LAbg. Udo Guggenbichler abschließend. (Schluss)

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