Fahrschulen für mehr Praxis bei der Motorrad-Ausbildung

Gefahren besser wahrnehmen und dadurch Risiken im Verkehr vermeiden

Wien (OTS/PWK412) - Mehr Praxis bei der Ausbildung der Biker erhöht das praktische Fahrkönnen der Führerscheinneulinge. Die Fahrschulen unterstützen das Vorhaben von Verkehrsministerin Doris Bures, die Anforderungen bei A-Lenker-Ausbildung anzuheben. Initiativen müssen jedoch sowohl bei der verpflichtenden Basisausbildung als auch für eine freiwillige Weiterbildung gesetzt werden, sagt Herbert Wiedermann, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Jeder Biker-Kandidat sollte eine mehrstündige Ausfahrt unter Begleitung eines Fahrlehrers absolvieren, um so für längere Fahrten und Tagesausflüge besser vorbereitet zu sein. Die Lenker würden dadurch besser über ihre körperliche Fitness und ihr tatsächliches Fahrkönnen Bescheid wissen. Zudem sponsern Fahrschulen und Verkehrsministerium seit April 2014 eine zweistündige Zusatzausbildung für Motorrad-Ersteinsteiger, die älter als 39 Jahre sind. Diese umfasst eine begleitete Ausfahrt im Straßenverkehr, die für den Kursteilnehmer kostenlos ist.

Motorradfahrer, die bereits einen A-Führerschein besitzen und nach mehrjähriger Pause wieder einsteigen, sollen ebenfalls ihre Kenntnisse vor der ersten Ausfahrt mit dem Bike in einer Fahrschule wieder auffrischen, weist Wiedermann darauf hin, dass die dauerhafte Erhaltung hoher Fahrkompetenz Fahrunfälle verhindert.

Eine neuerliche Schulung verbessert das individuelle Fahrkönnen, bringt neue technische Kenntnisse über das Motorrad und optimiert das Verkehrsverhalten insbesondere in Gefahrensituationen auf anspruchsvolleren Straßenabschnitten, rät Herbert Wiedermann, Obmann der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs, zum Besuch eines freiwilligen mehrstündigen Aufbauprogramms in einer Fahrschule.

Mehr als die Hälfte der getöteten Motorradfahrer fällt in die Altersgruppe 39plus, der Großteil war mit einer Motorradausbildung aus den 80er Jahren und 70er Jahren unterwegs. Nur wenn ein ausreichendes Sicherheitsgefühl vorhanden ist, kann ein Biker auch einen optimalen Fahrspaß genießen. Zudem würden Unfallzahlen verringert. Die Ausgaben in die Bewusstseinsbildung rechnen sich bald und schützen Leben, so Wiedermann abschließend. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Bundessparte Transport und Verkehr
Dr. Stefan Ebner
Tel.: 05 90 900-4028
E-Mail: stefan.ebner@wko.at
Internet: http://wko.at/verkehr

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0003