Schultes zur Gas-Krise: Weichen im Energieeffizienzgesetz richtig stellen

Müssen uns Zeit nehmen für eine komplette Lösung

Wien (OTS) - "Die aktuelle Gas-Krise zeigt, dass es unbedingt notwendig ist, im geplanten Energieeffizienzgesetz die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen. Es darf beim neuen Gesetz nicht nur darum gehen, die Effizienz zu steigern und gleichzeitig das Klima zu schützen. Wir brauchen auch praktikable Wege, die erneuerbare Energie deutlich auszubauen, denn nur diese bringt für Österreich tatsächlich mehr Versorgungssicherheit bei geringerer Klimabelastung. Wir wollen daher eine komplette Lösung erreichen, mit der die Schwerpunkte richtig gesetzt werden. Dabei geht Qualität vor Geschwindigkeit und Vollständigkeit vor Teillösungen. Ein gutes Gesetz kommt auch im Herbst noch früh genug. Nur wenn es uns gelingt, im Effizienzgesetz den konsequenten Ausbau aller erneuerbaren Energien voranzutreiben, können wir die heimische Wertschöpfung spürbar stärken." Dies stellte heute der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Hermann Schultes, zum Effizienzgesetz, das derzeit im Parlament behandelt wird, fest.

"Das neue Gesetz muss auch brauchbare Lösungen für die Weiterführung effizienter Biogasanlagen bringen. Es kann doch nicht sein, dass mit dem Effizienzpaket die Verbrennung von Erdgas aus Russland in fossilen KWK-Anlagen per KWK-Punktegesetz subventioniert werden soll, während heimisches Biogas noch immer um seine Existenz kämpft", betonte Schultes.

"Die Land- und Forstwirtschaft gilt im Energiebereich als Vorbild, ihr Energiebedarf ist seit 20 Jahren konstant. Gleichzeitig wurde die inländische Erzeugung von neuen Brenn- und Treibstoffen aus Pflanzenmaterial von 30 PJ (Petajoule) im Jahr 1990 bis heute auf fast 180 PJ versechsfacht. Das allein erspart Erdölimporte in der Höhe von EUR 2,5 Mrd. Das Energieeffizienzgesetz wird Kosten und Bürokratie verursachen. Mit der Wertschöpfung aus der regenerativen Energie und den erwünschten Einsparungen bekommt das Gesetz aber eine ausreichende Begründung. Ein kluges Effizienzgesetz berücksichtigt die erneuerbaren Energien", so Schultes.
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