Zum 100. Todestag von Bertha von Suttner

Eine unverstandene Stimme aus der Vergangenheit

Wien (OTS) - Am 21. Juni 1914 starb die österreichische Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner 71-jährig in Wien. Die Österreichische Mediathek des Technischen Museums Wien bewahrt ein einzigartiges Objekt, das an diese große Friedensaktivistin erinnert: Die einzig erhaltene Stimmaufnahme von Bertha von Suttner.

Das auf einem unscheinbaren Phonographenzylinder aufgezeichnete Stimmporträt wurde vor drei Jahren im Nachlass des Schellack-Sammlers Günther Schifter entdeckt, digital gesichert und im Speicher der Österreichischen Mediathek archiviert.

Der Inhalt der Aufnahme ist trotz digitaler Restaurierung sehr schwer verständlich, es ist leider nach wie vor nicht möglich, ein vollständiges Transskript der Aufnahme herzustellen.
Unter den wenigen verständlichen Passagen kann jedoch Suttners Mahnruf "Die Waffen nieder!" herausgehört werden.
Bertha von Sutttners akustisches Vermächtnis - von ihr selbst gesprochen und leider schlecht zu verstehen - verhallte anscheinend auch 1914 unverstanden: Eine Woche nach dem Tod von Bertha von Suttner wurde das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand verübt, das zum Auslöser des Ersten Weltkrieges wurde.

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