- 15.06.2014, 16:34:56
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Chinesische Solarfirmen tricksen die EU aus
Chinesische Solarmodulhersteller umgehen Preisauflagen der EU.
Utl.: Chinesische Solarmodulhersteller umgehen Preisauflagen der EU. =
Wien (OTS) - Chinesische Solarmodulhersteller verstoßen massenhaft
gegen EU-Preisauflagen, die im Vorjahr wegen Dumping-Vorwürfen
eingeführt wurden. Dem WirtschaftsBlatt liegt ein Fall aus Österreich
vor, der die Vorgehensweise chinesischer Unternehmen dokumentiert.
In einem Schriftverkehr mit dem niederösterreichischen
Modulproduzenten PVT-Austria bietet der chinesischen
Solarmodulhersteller C. (Firma der Redaktion bekannt) an, den
Differenzbetrag zum EU-Mindestpreis nach dem Kauf als Gutschrift zu
überweisen. "Sie bringen die Solarmodule, die in unserer Fabrik
produziert werden, mit Ihrem eigenen Logo in den Einzelhandel",
erklärt ein Vertreter von C. in einem Email an PVT.
PVT hat den Schriftverkehr umgehend an das zuständige Monitoring-Team
der EU-Kommission weitergeleitet: Das Vorgehen sei ein "Skandal",
weil das Dumping "somit übergangen wird und die Preise wieder unter
den Herstellungskosten liegen", heißt es in der Meldung. C. war für
eine Stellungnahme weder in Österreich noch in China erreichbar.
Gegenüber dem WirtschaftsBlatt spricht PVT-Geschäftsführer Manfred
Smolak davon, mit weiteren Angeboten von chinesischen Produzenten
"bombardiert" worden zu sein. Als Hersteller, der in Österreich
produziere, leide man unmittelbar unter den Dumpingpreisen. Für die
meisten Importeure und Modulhändler gelte das nicht: "Viele wissen,
dass es illegal ist, kaufen aber doch. Wir können es nur nicht
beweisen." Bei größeren Anlagen geht es um Differenzbeträge im fünf-
und sechsstelligen Bereich. "Da zahlt es sich sogar aus, nach China
zu fliegen, um sich das Geld in bar abzuholen", so Smolak.
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