Neues Volksblatt: "Fehlstart?" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 14. Juni 2014

Linz (OTS) - Wenn etwas startet, dann bedeutet das im Normalfall, dass sich auch etwas in Bewegung setzt. Kommt jemand beim Start nicht vom Fleck, hat er einen Fehlstart produziert. Ob die gestern gestarteten Reform-Kommissionen - Steuern, Verwaltung - einen Fehlstart hingelegt haben, wird man erst in der Rückschau beurteilen können. Die erfolgt aber schon bald, weil nach Aussagen der Regierungskoordinatoren, Minister Josef Ostermayer (SPÖ) und Staatssekretär Jochen Danninger (ÖVP), bis Jahresende Ergebnisse vorliegen sollen. Ein bisschen Kleckern wird jedenfalls nicht reichen, wie etwa LH Josef Pühringer gegenüber dem VOLKSBLATT schon vor einiger Zeit betont hatte. "Da muss der Blitz einschlagen", so der Landeshauptmann mit Blickwinkel auf die "überbordende Bürokratie und den Regelungswahn."
Im Klartext: Nur wenn es ans Eingemachte geht, wenn liebevoll gehegte, aber unzeitgemäße Schrebergärten beackert werden, kann nicht nur Erfolg gezeitigt werden, sondern wirkt das Unterfangen auch glaubhaft. Gemessen am Vorschussmisstrauen wird das eine schweißtreibende Angelegenheit - was freilich im Sinne der steuerzahlenden Menschen in diesem Land ohnehin eine Verpflichtung für die Politik ist. Wenn ein abgeschlankter Staat am Ende eine Steuerreform erlaubt, die diesen Namen auch verdient, dann wissen wir, dass gestern kein Fehlstart hingelegt wurde.

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