GPA-djp Hofmann: Berücksichtigung von Lehrbetrieben bei Auftragsvergabe ist ein Meilenstein

Ein Wiener Modell für Europa

Wien (OTS/GPA-djp) - "Ein wichtiger Erfolg der Wiener Gewerkschaftsbewegung, die verstärkte Berücksichtigung von Lehrbetrieben bei der Vergabe von Aufträgen der Stadt Wien im Bau und Baunebengewerbe, ist seit 2013 in Kraft. Betriebe welche sich zu einer aktiven Ausbildung von jungen Menschen bekennen und damit einen wichtigen Teil zur sozialen wie wirtschaftlichen Entwicklung dieser Stadt beitragen, stellen das Rückgrat der Wiener Wirtschaft dar", so Christian Hofmann, Stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Jugend Wien.

"Mit der Berücksichtigung von Lehrbetrieben bei Auftragsvergaben, werden sich hoffentlich mehr Wiener Betriebe davon überzeugen lassen, dass die Ausbildung von jungen Menschen auch direkte ökonomische Vorteile für die einzelnen Betriebe hat. Leider bilden immer weniger Betriebe die Fachkräfte von morgen aus, jammern aber, dass genau diese dringend gesucht würden. Doch wir denken nicht nur lokal, daher fordern wir die Implementierung der Wiener Regelung auf nationaler wie europäischer Ebene. Besonders in Zeiten erschreckend hoher Jugendarbeitslosigkeit in vielen europäischen Staaten wie Spanien oder Griechenland, wäre dies ein Schritt in die richtige Richtung. Die Forderung der GPA-djp Jugend nach einem Berufsausbildungsfonds, in welchen Unternehmen einzahlen, welche die Ausbildung junger Menschen verweigern, stellt nach der Berücksichtigung von Lehrbetrieben den nächsten logischen Schritt in Österreich dar", so Hofmann.

"Die Investition in junge Menschen ist wirtschaftlich wie sozial sinnvoll und notwendig. Gleichzeitig stellt jede Investition in junge Menschen die wohl nachhaltigste Absicherung der Wiener Wirtschaft dar, denn nur gut ausgebildete Fachkräfte erwirtschaften eine hohe Wertschöpfung. Von dieser profitieren wiederum die Unternehmen. Wir werden in weiterhin mit aller Kraft für einen Berufsausbildungsfonds kämpfen, damit die alle Jugendliche eine qualitativ hochwertige Ausbildung absolvieren können. Die anderen österreichischen Bundesländer, aber auch die Mitgliedsstaaten der EU wären gut beraten, ähnliche Regelungen auf nationaler, lokaler wie europäischer Ebene zu implementieren - das Wiener Modell beweist, dass nachhaltige Politik für die Ausbildung junger Menschen auch in wirtschaftlich schweren Zeiten möglich ist. Ich bin mir weiters sicher, dass die Wiener Stadtregierung bzw. Wiener Sozialpartner nicht verärgert sind, wenn dieses Erfolgsmodell kopiert wird", so Hofmann abschließend. ++++

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