Windbüchler/Korun: Grundrechte der Demonstrierenden in Brasilien müssen gewahrt bleiben

Grüne: Ob die WM ein Fest wird, entscheidet nicht nur der Fußball

Wien (OTS) - Angesichts der brutalen Reaktion der brasilianischen Polizei auf die Proteste zur Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft fordern die außen- und entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler und die Menschenrechtssprecherin, Alev Korun: "Die Weltgemeinschaft darf die Augen nicht vor Einschränkungen und Verletzungen der Menschenrechte in Brasilien verschließen. Es geht dabei nicht nur um die Zwangsumsiedlungen, bzw. Enteignungen im Vorfeld der WM, sondern um das Grundrecht der Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Die ganze Welt schaut momentan auf Brasilien, doch wir sollten nicht nur sehen, was wir sehen wollen, sondern auch die Schattenseiten von Großveranstaltungen im Blick haben."

"Die brasilianische Regierung die vor der WM bereits die Armee in Armenviertel eingesetzt hatte, zeigte nun, dass sie weiter mit aller Macht die im Land bestehenden Proteste verhindern will. Mit Tränengasgranaten und Gummigeschossen gegen Demonstrierende vorzugehen, ist unverhältnismäßig und brutal. Die Bevölkerung hat das Recht, anlässlich der WM auf ihre drängenden Probleme und vorhandene Missstände hinzuweisen", sagt Korun weiter.

Windbüchler ergänzt: "Die Fehlerliste der brasilianischen Regierung wie auch des Weltfussballverbandes FIFA ist mittlerweile ellenlang. Die Protestbewegung in Brasilien ist mehr als verständlich. Wir unterstützen Forderungen nach bindenden Menschenrechtsstandards für Sportgroßveranstaltungen, wie sie etwa "Nosso Jogo - die Initiative für globales Fair Play" in ihrer Petition fordert. Ob die gestern gestartet WM ein Fest wird, entscheidet sich gerade auch dadurch wie es der brasilianischen Politik gelingt, mit den Protestierenden und ihren berechtigten Anliegen umzugehen."

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