Europas Agrarjugend tagte in Wieselburg

Zukunft bereits heute gestalten

Wien (OTS) - 14 Länder, 13 Sprachen, 36 europäische Junglandwirte, elf hochkarätige Referenten, ein Schulprojekt, 230 Gäste, drei Podien und ein Anliegen: die Zukunft der europäischen Landwirtschaft bereits heute nachhaltig gestalten. Am 12.06.2014 lud die Landjugend Österreich zum Europäischen Junglandwirtekongress auf Schloss Weinzierl, Wieselburg (NÖ). Ziel war es, sich als Jugend sowohl in gesellschaftspolitische Fragen als auch in fachliche Themen einzubringen. Um zukunftsfähig gestalten und wirtschaften zu können, gilt es, über den Tellerrand hinauszuschauen und gemeinsam eine starke Stimme zu sein.

Europäischer Rat der Junglandwirte zu Gast

Der "Europäische Rat der Junglandwirte" (CEJA) ist nicht nur das Bindeglied zwischen den Junglandwirten Europas und den europäischen Institutionen, sondern auch Interessenvertreter in weltweit namhaften Gremien. Als Sprachrohr nach außen und als beratendes Gremium nach innen werden sowohl fachliche und politische Positionen erarbeitet als auch vielfältige Anliegen und Interessen der europäischen Agrarjugend diskutiert. Ziel ist unter anderem die aktive Gestaltung einer zukunftsfähigen Landwirtschaft und die Attraktivierung des ländlichen Raumes. Die Landjugend Österreich entsendet regelmäßig Junglandwirte nach Brüssel und ganz Europa, um aktuelle Themen mitzugestalten und so den österreichischen Jungbauern sowie Jungbäuerinnen auf internationaler Ebene eine Stimme zu geben. Zum Europäischen Junglandwirtekongress lud die Organisation Agrarjugendvertreter aus ganz Europa ein, um gemeinsam über Zukunftsfragen zu diskutieren. Die internationalen Gäste sollten zudem einen Einblick in die Vielfalt der österreichischen Landwirtschaft und in das agrarische Bildungssystem bekommen.

Vielfältige Gäste, vielfältiges Programm

Das Programm des Kongresstages war sehr vielfältig. Nach der Begrüßung durch die Bundesleitung gab es für die 36 europäischen Teilnehmer und rund 200 Landjugendliche sowie Schüler aus Österreich ein Impulsreferat des früheren EU-Agrarkommissars Franz Fischler. Im Fokus der Eröffnung stand die Präsentation des österreichischen Agrarbildungssystems und die Vorstellung des Schulprojektes "We are the future?" der Klasse 4 LWa des Francisco Josephinum.

Drei Podien, drei Themen

Ziel des Kongresses war es, dass sich die Jugend sowohl in gesellschaftspolitische Fragen, als auch in fachliche Themen einbringt und so die Herausforderung der Zukunft bereits heute gestaltet. Anhand von drei thematisch unterschiedlichen Podien wurde das Spektrum, mit dem sich die Jugendlichen auseinandersetzten, aufgezeigt. Die Vielfalt spiegelte sich auch in der Besetzung der Podien wider. Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Jugend stellten sich nicht nur den Themen, sondern auch den spannenden Diskussionen.

So gingen Harald von Witzke (Agrarökonom & Universitätsprofessor), Rupert Lindner (Stv. Sektionsleiter BMLFUW), Matteo Bartolini (CEJA-Präsident) sowie Matthias Engelbrecht und Christoph Fenz (Klasse 4 LWa) der Frage "Welche Rahmenbedingungen können heute für die landwirtschaftliche Produktion 2050 gesetzt werden?" nach.

Über "Verstädterung und Landverschwendung" diskutierten Alexandra Catalao (Kabinettsmitglied - EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos), Stephan Mayer-Heinisch (Präsident Handelsverband), Kurt Weinberger (Generaldirektor ÖHV & Präsident AIAG) sowie Patrick Schmutzer und Lukas Sperl (Klasse 4 LWa).

Dem dritten Themenschwerpunkt "Jugend - limitierte Ressource im ländlichen Raum?" widmeten sich Elisabeth Köstinger (Abgeordnete zum Europäischen Parlament), Franz Ledermüller (Generaldirektor SVB), Joris Baecke (Junglandwirt Niederlande) sowie Lukas Hochwallner und Christian Nachförg (Klasse 4 LWa).

Schüler sagten ihre Meinung

Der Landjugend Österreich war es ein großes Anliegen, auch Schülern die Möglichkeit zu geben, sich am Europäischen Junglandwirtekongress zu beteiligen. So entstand die Zusammenarbeit mit der Klasse 4 LWa des Francisco Josephinum Wieselburg. Im Zuge des Unterrichtsfaches "Projektmanagement" haben die Schüler das Projekt "We are the future?" ins Leben gerufen. Dieses bot ihnen die Möglichkeit, die Instrumente des Projektmanagements nicht nur theoretisch zu erlernen, sondern auch real umzusetzen. Die Schüler präsentierten den internationalen Teilnehmern das österreichische Bildungssystem und beschäftigten sich in einzelnen Phasen intensiv mit den inhaltlichen Themen des Europäischen Junglandwirtekongresses. Die Ergebnisse des Projektes brachten die Schüler, als Vertretung der österreichischen Jugend, am Podium ein. Eine zusätzliche Ausstellung repräsentierte während der Veranstaltung die gesamte Aktion.

Drei Tage Österreich

Zusätzlich zum EU-Junglandwirtekongress werden die Vertreter der europäischen Junglandwirteorganisationen am Freitag bäuerliche Betriebe besichtigen und so die große Bandbreite der österreichischen Landwirtschaft kennenlernen. Der Samstag steht im Zeichen des Pflanzenschutzes. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe beschäftigen sich die internationalen Teilnehmer unter anderem mit Zulassungsverfahren auf europäischer Ebene.

Mit freundlicher Unterstützung von...

Ein herzliches Dankeschön gilt den Unterstützern dieses einmaligen Projektes! Danke dem Bundesministerium für ein lebenswertes Österreich, dem Bundesministerium für Familien und Jugend, der Landwirtschaftskammer Österreich, der Österreichischen Hagelversicherung, Steyr, Tirol Milch, Schärdinger, Pöttinger, So schmeckt Niederösterreich, Biomin, Probstdorfer Saatzucht und VLV (Schweinebörse).

Die Landjugend Österreich ist mit rund 90.000 Mitgliedern die größte Organisation ihrer Art im ländlichen Raum. Der Fokus liegt in der Weiterbildung der Mitglieder und in der aktiven Gestaltung des ländlichen Raums. Die Organisation betreut unter anderem den aufZAQ-zertifizierten Lehrgang "Landjugend SpitzenfunktionärIn", eine Ausbildung im jugend- und freizeitpädagogischen Bereich, und bietet als einzige Stelle in Österreich landwirtschaftliche Fachpraktika im Ausland an. 2014 widmet sich die Landjugend im Speziellen den Themenschwerpunkten "Vielfalt Landwirtschaft" und "Vereintes Europa". (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Johann Moitzi, Geschäftsführer Landjugend Österreich
Schauflergasse 6, 1014 Wien
Tel.: 01/53441-8561, E-Mail: johann.moitzi@landjugend.at, www.landjugend.at

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