Mitterlehner: Sichere Energieversorgung ist Rückgrat des Wirtschaftsstandorts

Rat der Energieminister diskutierte über neue Kommissions-Strategie zur Energie-Versorgungssicherheit und die 2030-Ziele

Luxemburg (OTS/BMWFW) - "Eine sichere Energieversorgung ist das Rückgrat des Wirtschaftsstandortes, daher muss die Versorgungssicherheit Europas nachhaltig gestärkt werden. Das darf aber kein Vorwand sein, um Atomkraft und Schiefergas in Europa aufzuwerten", sagte Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner am Freitag beim Rat der Energieminister in Luxemburg anlässlich der Diskussion zur neuen Strategie der EU-Kommission für die Energie-Versorgungssicherheit. "Auch der Kohle-Anteil soll nicht erhöht werden, daher müssen in der neuen Strategie sowohl die Öko-Energien als auch die Energieeffizienz stärker berücksichtigt werden. Im Gegensatz dazu ist die Kernkraft weder eine nachhaltige Form der Energieversorgung, noch eine tragfähige Option zur Bekämpfung des Klimawandels", bekräftigte Mitterlehner.

Lieferrouten diversifizieren / Gas als Brückenenergieträger

Mit der neuen Strategie soll die Versorgungssicherheit in Europa nicht nur durch eine Diversifizierung des Energiemix, sondern auch durch den Ausbau der Energieinfrastruktur gestärkt werden. Dazu trägt auch eine Diversifizierung mit neuen Lieferrouten bei. "Die aktuelle internationale Entwicklung zeigt, dass wir langfristig nicht nur die Energiequellen weiter diversifizieren müssen, sondern auch die Lieferrouten. Jedes Projekt, das dazu beiträgt, ist strategisch wichtig", sagte Mitterlehner. "Österreich hat schon jetzt den vierthöchsten Erneuerbaren-Anteil in der EU, aber die Umstellung des Energiesystems geht nicht von heute auf morgen", führte Mitterlehner aus. Daher werde Gas als Brückenenergieträger weiter benötigt, weshalb schon in den vergangenen Jahren zusätzliche Pipeline-Routen geschaffen und die Speicher massiv ausgebaut wurden. "Um die Abhängigkeit von fossilen Energiequellen nachhaltig zu reduzieren, müssen wir Energie insgesamt effizienter einsetzen und den Ausbau Erneuerbarer Energien weiter vorantreiben, genau darauf legen wir den Fokus in Österreich", so Mitterlehner.

Energie- und Klimaziele überlegt diskutieren, Wettbewerbsfähigkeit des Standorts sichern

Ebenfalls auf der Agenda stand eine Diskussion über die Klima- und Energieziele der EU für 2030. "Österreich unterstützt ambitionierte Ziele für die Reduktion von Treibhausgasemissionen, die Erhöhung des Anteils von erneuerbaren Energien und für Energieeffizienz. Allerdings braucht es dafür eine Gesamtbetrachtung, die insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und leistbare Energiepreise berücksichtigt. Zeitgleich mit einer quantitativen Zielfestlegung muss daher auch beschlossen werden, wie die Kriterien für ein "burden sharing" zwischen den Mitgliedsstaaten aussehen, welche Carbon Leakage Maßnahmen für die Industrie gesetzt werden und wie ein Konnex zu den internationalen Klimaverhandlungen gezogen werden kann", bekräftigte Mitterlehner.

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