- 13.06.2014, 11:51:37
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"Orientierung" am 15. Juni: Irland - Verschwiegenes Grauen in katholischen Mutter-Kind-Heimen?
Außerdem: Medienarchiv Christentum auf der ORF-TVthek
Utl.: Außerdem: Medienarchiv Christentum auf der ORF-TVthek =
Wien (OTS) - Christoph Riedl-Daser präsentiert im
ORF-Religionsmagazin "Orientierung" am Sonntag, dem 15. Juni 2014, um
12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:
Irland: Verschwiegenes Grauen in katholischen Mutter-Kind-Heimen?
Ledige Mütter und ihre Kinder wurden im katholischen Irland bis Mitte
des 20. Jahrhunderts wie Aussätzige behandelt: Stigmatisiert,
ausgegrenzt und von ihren eigenen Familien in katholische Heime
abgeschoben, die von Nonnen geführt wurden. Dort mussten sie
unbezahlte Schwerstarbeit in Wäschereien verrichten. Ihre Kinder
mussten sie zur Adoption freigeben. Viele von ihnen landeten in
Waisenhäusern. Unmenschlich, grausam muss der Umgang mit diesen
ungewollten Kindern dort gewesen sein - vernachlässigt und
medizinisch schlecht versorgt überlebten, so schätzt man heute, in
einigen dieser Heime nur etwa 50 Prozent. Ein Massengrab im Westen
Irlands, in dem die Überreste von 800 toten Heimkindern und Babys
vermutet werden, zwingt die katholische Kirche nun, auch dieses
düstere Kapitel ihrer Vergangenheit neu aufzurollen. Die irische
Regierung hat eine umfassende unabhängige Untersuchung angekündigt.
Die katholische Kirche verspricht, diese in vollem Umfang zu
unterstützen. Irland setzt damit einen langwierigen
Aufarbeitungsprozess in Gang - ein spätes Schuldeingeständnis von
Kirche, Staat und Gesellschaft gleichermaßen. Ein Bericht von Bettina
Prendergast.
Unrecht nicht fortsetzen: Tochter von NS-Architekt Speer will
"zurückgeben"
Als "Hitlers Architekt" und NS-Rüstungsminister ist er heute noch ein
Begriff: Albert Speer. Bei den Nürnberger Prozessen bekannte er sich
"schuldig", wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt. Vor 20 Jahren hat
seine älteste Tochter Hilde, heute 78, gemeinsam mit anderen
"Täterkindern" eine Stiftung mit dem Namen "zurückgeben" gegründet.
Ihr Ziel: jüdisches Leben in Deutschland zu fördern. Das Geld stammt
zu einem großen Teil aus dem Verkauf von Erbstücken - z. B. Bildern
und anderen Kunstgegenständen -, deren genaue Herkunft nicht mehr
geklärt werden konnte. Das Unrecht, das diesen Gegenständen
anhaftete, so die Speer-Tochter Hilde Schramm sinngemäß, sollte keine
Fortsetzung finden: "Ich wollte den Erlös dieser Bilder nicht für
private Zwecke nutzen, sondern ich wollte dazu beitragen, eine
Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit zu
ermöglichen." Ein "Orientierung"-Team hat Hilde Schramm und andere
Verantwortliche sowie Geförderte der Stiftung "zurückgeben" in Berlin
getroffen. Ein Bericht bis Sarah Stroß.
Architektur trifft Theologie: Schülerinnen planen Kapelle
Was braucht eine Kapelle? Welche Funktionen soll sie erfüllen und
welche theologische Botschaft soll sie zum Ausdruck bringen? Mit
diesen Fragen haben sich vier Schülerinnen der HTL-Mödling in ihrer
Diplomarbeit, die sie zur Matura verfasst haben, beschäftigt -
theoretisch und praktisch. Die vier Schülerinnen haben die
Schulkapelle der HTL neu geplant: Strukturierung des Raums,
Lichtgestaltung, Farbgebung, Materialien, Form und Positionierung von
Kreuz und Altar, Bestuhlung - all das galt es zu bedenken.
Herausgekommen ist ein Entwurf, der die alte, dunkle und kalte
Kapelle zu einem hellen, wohnlichen, kommunikativen und flexiblen
Raum macht. Ein Bericht von Maria Katharina Moser.
"Public Value in Höchstform" - ORF-Medienarchiv Christentum
präsentiert
Seit 10. Juni ist das neue ORF-Medienarchiv Christentum online. Damit
sind rund 250 TV-Beiträge - weitere kommen permanent hinzu - in der
ORF-TVthek als Video-on-Demand abrufbar. Die Themenvielfalt reicht
von "Christen und Gesellschaft" über "Heiße Eisen" bis hin zu
"Ökumene und Dialog". Ausgewählt wurden Beiträge zu allen in
Österreich anerkannten christlichen Kirchen und
Glaubensgemeinschaften. Präsentiert wurde das neue Archiv im Rahmen
des Medienempfangs der Erzdiözese Wien. Die "Orientierung" hat die
Gelegenheit genützt und bei der Präsentation im Erzbischöflichen
Palais in der Wiener Innenstadt mit Journalistinnen und Journalisten
darüber gesprochen, wie sie "Kirche" in der Öffentlichkeit
wahrnehmen. Ein Bericht von Marcus Marschalek.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.
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