Kinder in der Zentralafrikanischen Republik: Kein Ende des Grauens abzusehen

Fehlende Mittel gefährden Hilfsprogramme

Wien (OTS) - Sechs Monat nachdem die Kämpfe in der Zentralafrikanischen Republik die Hauptstadt Bangui erreicht haben wurden dutzende Kinder getötet, hunderte Kinder verstümmelt und tausende Kinder wurden vertrieben.

"Die Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik ist erschütternd in ihrer Brutalität und Bösartigkeit, und die Kinder wurden nicht verschont", sagt Souleymane Diabaté, Leiter von UNICEF Zentralafrika. "Während der vergangenen sechs Monate wurde durchschnittlich mindestens ein Kind pro Tag verstümmelt oder getötet. Der Kreislauf aus Brutalität und Vergeltung muss aufhören."

UNICEF kann bestätigen, dass während der letzten sechs Monate 277 Kinder verstümmelt und 74 Kinder getötet wurden. Die tatsächlichen Zahlen aber werden viel höher geschätzt, darunter auch Todesfälle und Krankheiten, die durch den Zusammenbruch der Infrastruktur verursacht werden.

Die zunehmende Verschlechterung der Situation im Land zwingt immer Menschen in die Flucht. Mehr als eine halbe Million Menschen leben bereits als Vertriebene im eigenen Land, die Hälfte davon sind Kinder und Frauen. Zusätzlich flohen 347.000 Menschen in die Nachbarländer.

UNICEF arbeitet mit seinen Partnern, um die Kinder vor der Gewalt zu schützen. UNICEF schafft sichere Kinderzonen für Unterricht, Spiel und Sport, organisiert psychologische Unterstützung für traumatisierte Kinder, registriert alleinstehende Kinder für Familienzusammenführungen und verhandelt die Entlassung von Kindern aus den bewaffneten Gruppen. Weiters versorgt UNICEF die Vertriebenen mit Trinkwasser, Latrinen, Planen, Matten und Decken und Zusatznahrung. Fehlende finanzielle Mittel gefährden nun diese Programme.

"Wir sind fest entschlossen, unseren Kurs beizubehalten und alles für die Kinder in der Zentralafrikanischen Republik zu tun", sagt Souleymane Diabaté. "Die internationale Gemeinschaft muss ebenfalls ihren Beitrag leisten."

Um seine Hilfe aufrecht zu erhalten, braucht UNICEF dringend zusätzliche Spenden:

  • IBAN: AT466000000001516500, Stichwort: Nothilfe Zentralafrika
  • Onlinespenden auf www.unicef.at

Rückfragen & Kontakt:

Sylvia Trsek, UNICEF Österreich, 01/879 21 91-40, trsek@unicef.at

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