FPÖ-Hofer: Volksbefragungsentscheid zum Freihandelsabkommen (TTIP) soll Klarheit über drohende Gentechnikflut bringen

Österreicher wollen wahre Selbstbestimmung und nicht Diktatur der Konzerne

Wien (OTS) - Nach dem gestrigen Sanktus der EU-Umweltminister zum so genannten Selbstbestimmungsrecht der Mitgliedsstaaten beim Anbau gentechnisch veränderter Lebensmittel (GVO) zeige nun ein interner Plan der Gentechnik-Industrie, wohin der Weg eigentlich führen soll. Laut diesem - den Medien zugespielten - Papier beabsichtige die PR-Frontgruppe "EuropaBio" die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten durch gezieltes Unter-Druck-Setzen zu schnelleren Zulassungen von Gentechnik-Produkten und zur Aufweichung der Verunreinigungsregeln für Saatgut und Futtermittel zu bewegen. Im Gegenzug würden die milliardenschweren Agro-Konzerne nationalen Anbauverboten zustimmen und nicht von deren Einspruchsrecht Gebrauch machen.

Hinsichtlich der geheim geführten Verhandlungen zum "Freibriefabkommen" zwischen der EU und der USA sei dieser Geheimplan mehr als entlarvend. "Genau über jene Lebensmittelstandards wird verhandelt. Es wird immer offensichtlicher, in welch unverblümter Art und Weise Großkonzerne auf politische Entscheidungen Einfluss nehmen wollen und damit die Demokratie aushöhlen", zeigt sich der FPÖ-Umweltsprecher und Dritte Präsident des Nationalrates Ing. Norbert Hofer entsetzt und appelliert auch an die Bundesregierung, sich für eine Volksbefragung einzusetzen. "Die Österreicher sollen entscheiden und damit klarstellen, dass die Verhandlungen in den Hinterzimmern nutzlos bleiben. Wir wollen keine Diktatur der Konzerne", stellt Hofer klar.

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