Zwei Jahre Auftragsvergabe und Berücksichtigung von Lehrbetrieben -Oxonitsch/ Peschek/ Strobl ziehen positive Bilanz

Wiener Ausbildungsgarantie ist Vorbild für ganz Europa

Wien (OTS) - Im Herbst 2011 wurde auf Initiative der Wiener SPÖ ein Projekt gestartet, das Lehrlinge künftig fördert und Auftragschancen für Wiener Unternehmen verbessert.
Konkret geht es um die Direktvergabe von Bauaufträgen im öffentlichen Bereich: Unternehmen, die Lehrlinge oder Personen in einem gleichwertigen Ausbildungsverhältnis in einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union beziehungsweise einem Vertragsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums ausbilden und beschäftigen, werden demnach bei der Vergabe öffentlicher Aufträge verstärkt berücksichtigt.

Bei einer Pressekonferenz heute, Freitag, zogen Bildungs- und Jugendstadtrat Christian Oxonitsch, SPÖ-Lehrlingssprecher, LAbg. GR Christoph Peschek, sowie der SPÖ-Wirtschaftssprecher und Vorsitzende des Finanzausschusses, LAbg. GR Fritz Strobl, eine erste Bilanz und zeigten sich einig: "Die gemeinsame Lehrlings- und Berufsausbildungsmaßnahme ist ein Erfolg für unsere Jugend, Wirtschaft und Gesellschaft.

Wien ist Vorbild bei Lehrlingsausbildung und -beschäftigung.

In Wien sind Berufsausbildungs- und Förderungsmaßnahmen von Lehrlingen seit Langem unverzichtbare Kriterien zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, Stärkung der individuellen Fähigkeiten und Entwicklung hochqualifizierter Fachkräfte für die Wiener Wirtschaft. Für jene rund 3.000 Jugendlichen, die keine reguläre Lehrstelle finden, bietet die Stadt Wien eine überbetriebliche Lehrausbildung im Rahmen der Wiener Ausbildungsgarantie: Diese wird in rund 30 verschiedenen Lehrberufen angeboten und bietet etwa 10 verschiedene Ausbildungseinrichtungen.

Mit dem im Jahr 2011 initiierten Projekt zur Berücksichtigung von Lehrbetrieben bei der Vergabe öffentlicher Aufträge hat Wien nun eine weitere Maßnahme geschaffen, die junge Menschen in Ausbildung und sozial verantwortliche Unternehmen an einem Strang ziehen lässt. "Wien ist hier nun mit gutem Beispiel vorangegangen und hat im Interesse der Jugend ein starkes Signal an die Privatwirtschaft gesendet", betonte Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch. "Die nun vorliegenden Zahlen belegen, dass wir auf dem richtigen Weg sind." So hat sich seit Start der Initiative im Jahr 2013 die Zahl der ausgewiesenen Lehrlingsausbildungsbetriebe fast vervierfacht. Wie gut die Maßnahme angenommen wird, zeigt auch die Entwicklung von Jänner bis Mai: Gegenüber Jänner 2014 hat es im Mai 2014 eine weitere Steigerung um 35 Prozent gegeben, so Oxonitsch.

Modell soll von Bund und EU übernommen werden

"Der Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit hat für uns höchste Priorität! Mit der Berücksichtigung von Ausbildungsbetrieben bei öffentlichen Aufträgen der Stadt Wien, nehmen wir eine echte Vorreiterrolle in Europa ein. Es ist uns gelungen, mit diesem Projekt einen gesunden Anreiz für die Privatwirtschaft zu schaffen, um noch mehr jungen Menschen eine Lehrstelle anzubieten. Damit werden Jugendlichen nicht nur Zukunftsperspektiven geboten, sondern gleichzeitig auch Fachkräfte ausgebildet, die dringend benötigt werden", verdeutlichte der SPÖ-Lehrlingssprecher, LAbg. GR Christoph Peschek, und weiter: "Die Botschaft lautet ganz klar: Wer sich am Gemeinwohl beteiligt und wem eine soziale Gesellschaft ein Anliegen ist, soll auch mehr Chancen auf Aufträge erhalten als jene, die beispielsweise jungen Menschen keine Perspektiven geben wollen, obwohl sie könnten."
Mit dieser Initiative unterstreicht die Wiener Stadtregierung ihre Vorbildwirkung und zeigt, welch enorme Wichtigkeit Lehrlinge und Menschen in Ausbildung haben. Daher müsse sichergestellt werden, dass derartige Maßnahmen in ganz Europa ermöglicht werden, so Peschek. "Es wäre wirklich zu wünschen, dass unser Modell bundesweit übernommen wird und dass auch die neue EU-Kommission bei der öffentlichen Vergabe soziale Kriterien ausbaut und die Möglichkeit zur Berücksichtigung von betrieblichen Ausbildungsmaßnahmen schafft", unterstrich der SPÖ-Lehrlingssprecher die Wichtigkeit des Projektes.

Maßnahme zeigt Wirkung bei Betrieben

"Die Maßnahmen zeigen Wirkung, denn immer mehr Wiener Betriebe tragen die Offensive der Stadt Wien mit. Ein Grund für den Erfolg ist, dass vor allem auch Kleinst- und Kleinunternehmen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge berücksichtigt werden", sagte LAbg. GR Fritz Strobl, Wirtschaftssprecher der SPÖ Wien und Vorsitzender des Finanzausschusses. "Wir dürfen nicht vergessen, dass mehr als die Hälfte der Unternehmerinnen und Unternehmer von heute - besonders im Gewerbe und Handwerk - einmal selbst Lehrling waren. Daher wissen sie genau, wie wichtig es ist, eine qualitativ hochwertige Lehrausbildung zu erhalten. Die Berücksichtigung von Lehrlings- und Berufsausbildungsmaßnahmen unserer Klein- und Mittelbetriebe ist eine win-win-win-Situation, von der Auszubildende, Betriebe und unsere Stadt gleichermaßen profitieren", so Strobl.

Stadt Wien geht bei Jugendbeschäftigung und Jugendausbildung mit gutem Beispiel voran

Als Arbeitgeberin mit sozialem Auftrag ist die Ausbildung der Lehrlinge eine besonders zentrale Aufgabe, die die Stadt Wien erfüllt. "Damit leistet die Stadt auch einen wichtigen Beitrag zur Jugendbeschäftigung", betonte Stadtrat Oxonitsch. So sorgt die Stadt Wien für die Ausbildung von insgesamt mehr als 5.000 jungen Menschen. Rund 700 Lehrlinge werden in der Stadt Wien selbst und circa 500 in den Tochtergesellschaften, Wiener Stadtwerke und Wien Holding, ausgebildet.

Pressebilder demnächst unter http://www.wien.gv.at/pressebilder abrufbar.

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