Mitterlehner: Intensiven wissenschaftlichen Austausch mit Ungarn weiter forcieren

Wissenschafts- und Forschungsminister traf ungarischen Amtskollegen Zoltán Balog zu einem Arbeitsgespräch in Wien

Wien (OTS/BMWFW) - Wissenschafts- und Forschungsminister Reinhold Mitterlehner hat gestern in Wien seinen ungarischen Amtskollegen Zoltán Balog zu einem Arbeitsgespräch getroffen. "Wir haben mit Ungarn traditionell eine gute und enge Partnerschaft, die sich in vielen gemeinsamen Projekten widerspiegelt. Diesen Austausch wollen wir weiter forcieren, etwa im Rahmen von Horizon 2020 und Erasmus+, wo es intensive Kooperationen geben wird", so Mitterlehner. Im Zeitraum von 2007 bis 2013 waren österreichische Partner im Rahmen des siebenten EU-Rahmenprogramms in 24 Prozent aller ungarischen Projekte involviert (in 252 von 1064 Projekten). In den vergangenen dreieinhalb Jahren absolvierten 171 Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus Österreich und Ungarn Forschungsaufenthalte an der Akademie der Wissenschaften des jeweils anderen Staates. Zudem ist Ungarn an der EU-Donauraum-Strategie beteiligt und nimmt gemeinsam mit Österreich am Schwerpunktbereich 7 "Wissensgesellschaft" teil. Im Rahmen der Stiftung "Aktion Österreich Ungarn" werden gemeinsame Forschungsprojekte, Stipendien sowie Nachwuchsförderungen je zur Hälfte von Österreich und Ungarn finanziert, 2014 wird der österreichische Anteil rund 118.500 Euro betragen.

Ein wesentliches Element der grenzüberschreitenden wissenschaftlichen Kooperation ist die deutschsprachige Andrássy Universität (AUB), die von Österreich, Ungarn, Baden-Württemberg und Bayern finanziert wird. "Diese Einrichtung ist aufgrund der strengen Auswahlkriterien und der gelebten Interdisziplinarität und Multinationalität ein Vorzeigeprojekt. Die hohe Qualität der Ausbildung zeigt sich auch daran, dass es de facto keine Drop-outs gibt und mehr als Zweidrittel der Absolventen innerhalb kürzester Zeit nach ihrem Studienabschluss den Berufseinstieg schaffen", so Mitterlehner, der sich eine weitere finanzielle Unterstützung der Universität für die Jahre 2016-2020 durch Österreich vorstellen kann, sofern auch die anderen Partner ihren Beitrag aufrechterhalten. Neben der Andrássy Universität befinden sich derzeit 13 österreichische Universitäten in 28 gemeldeten interuniversitären Kooperationsabkommen mit ungarischen Hochschulen. 2013 waren 2.648 ungarische Studierende an österreichischen Unis, FH's und Privatunis inskribiert.

Da Ungarn auch ein neues Staatssekretariat für das duale Ausbildungssystem einsetzen will, hat Minister Mitterlehner im Zuge des gestrigen Arbeitsgespräches seinem Amtskollegen auch einen ausführlichen Überblick über die Lehrlingsausbildung in Österreich gegeben und Unterstützung bei der schrittweisen Implementierung eines dualen Berufsausbildungssystems angekündigt. "Unsere duale Ausbildung ist ein Erfolgsmodell und diese Expertise geben wir gerne weiter", so Mitterlehner. Unter anderem wird sich das BMWFW gemeinsam mit Vertretern der Sozialpartner im Rahmen der "Europäischen Ausbildungsallianz" an einem EU-Projekt beteiligen, um die Kosten-Nutzen-Relation der Lehrlingsausbildung darzustellen und Betriebe für dieses System zu motivieren.

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