Gewerkschaft vida unterstützt Aktionstag der Wiener-Linien-Beschäftigten gegen Gewalt

Hebenstreit: Mehr Videoüberwachung und Fahrerkabinen sind Anfang - mehr Personal in Öffis und Stationen aber unverzichtbar

Wien (OTS/ÖGB) - Die Gewerkschaft vida unterstützt die Anliegen des heutigen Aktionstags der Wiener Linien und ihrer Beschäftigten gegen Gewalt. "Jede Maßnahme, die die Sicherheit der Fahrgäste und des Personals verbessert, ist zu begrüßen", so Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Sektion Verkehr in der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida. ****

Mehr Videoüberwachung und verbesserte Fahrerkabinen dürften jedoch nicht der Weisheit letzter Schluss sein: "Nur Menschen schützen Menschen. Deshalb muss die Zahl der gesetzlich vorgeschriebenen und entsprechend ausgebildeten Eisenbahnaufsichtsorgane erhöht werden", fordert Hebenstreit.

Die zunehmende Härte der Gewaltakte gegen das Öffi-Personal in den letzten Wochen würde dies notwendig machen. Hausordnungen und Verhaltensregeln in den Stationen seien wichtig und notwendig. "Diese dürfen in den Schaukästen aber nicht zu zahnlosen Papiertigern verkommen. Es bedarf einer ausreichenden Zahl an Eisenbahnaufsichtsorganen, die darauf achten, dass diese Regeln auch befolgt werden", so der vida-Gewerkschafter. "Und gemäß Eisenbahngesetz Paragraph 30 haben die Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Eisenbahnaufsichtsorganen in ausreichender Zahl für Ruhe, Ordnung und Sicherheit in den Zügen, Stationen sowie den Stations- und Bahnhofsvorplätzen zu sorgen", sagt Hebenstreit.

Die ÖB -planten hingegen, ab dem Sommer den schaffnerlosen Betrieb auch in den Doppelstockgarnituren flächendeckend auszudehnen, kritisiert Hebenstreit: "Das steht klar im Widerspruch zu den Bestimmungen des Eisenbahngesetzes. Immer weniger Personal in großräumigen doppelstöckigen Garnituren kann vor allem auch in unübersichtlichen Stationen und Bahnhöfen kaum für die gebotene Sicherheit sorgen."

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