Neues Volksblatt: "Auf gutem Weg" (von Kathrin Knappich)

Ausgabe vom 13. Juni 2014

Linz (OTS) - Ein gentechnikfreies Europa, das wünscht sich wohl jeder, möchte man meinen. Natürlich ist es im Interesse der großen Saatgutkonzerne, ihre Produkte, teils auch genmanipuliert, möglichst gewinnbringend zu verkaufen. Doch auch unter den EU-Ländern gibt es Verfechter der GVO-Zulassung ohne Kompromisse. Mit den neuen Vorschriften zum Selbstbestimmungsrecht für EU-Staaten ist versucht worden, einen ersten Schritt in die für Österreich "richtige Richtung" zu setzen. Allerdings dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass der Weg, den auch beziehungsweise vor allem unser Land beschreiten will, frei nach dem Motto "Gentechnikfreiheit auf unseren Äckern" und damit "Sicherheit für die Konsumenten schaffen", mit dem errungenen Kompromiss zum Selbstbestimmungsrecht der Länder keineswegs abgesichert ist. Es gilt noch viele offene Fragen zu lösen. Agrarminister Andrä Rupprechter rechnet nicht damit, dass aufgrund der neuen Vorschriften eine "Zulassungswelle" von Monsanto und Co. auf die EU zurollen werde. Aus österreichischer Sicht bleibt zu hoffen, dass sich die Saatgut-Riesen vom komplizierten Zulassungsprozedere eher abschrecken lassen und die Alpenrepublik, wenn es darauf ankommt, genügend Argumente für ein nationales Anbauverbot findet, um heimische Konsumenten so erfolgreich wie bisher auch in Zukunft von genmanipulierten Lebensmitteln abzuschirmen.

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