Kurz betont Rolle der Zivilgesellschaft bei Reformen in Bosnien-Herzegowina

Bundesminister Sebastian Kurz: Weitere Stagnation gefährlich für gesamte Region

Wien (OTS) - Anlässlich einer Podiumsdiskussion im Außenministerium zur Situation in Bosnien und Herzegowina betonte Bundesminister Sebastian Kurz vor allem das große Engagement der dortigen Bürgervertreter. "Die Zivilgesellschaft hat unsere volle Unterstützung darin, den Druck auf die Politik, die sich leider noch zu wenig an den Interessen des Gesamtstaates orientiert, zu erhöhen."

Gegenüber anderen Ländern des Westbalkans, die teilweise schon gute Fortschritte auf dem Weg nach Europa gemacht haben, hinkt Bosnien und Herzegowina hinterher. "Bosnien und Herzegowina soll nicht weiter stagnieren - das hat negative Folgen für die gesamte Region und die EU. Wir möchten gemeinsam mit der lokalen Politik, der Zivilgesellschaft und der internationalen Gemeinschaft das Land schneller in Richtung Europa bringen. Die heutige Diskussion ist ein positives Signal, dass wir mit der Zivilgesellschaft einen engagierten und zuverlässigen Partner für die notwendigen Reformen haben", so Kurz.

Im Zuge der im Februar und März 2014 in zahlreichen bosnisch-herzegowinischen Städten veranstalteten Protestkundgebungen bildete sich eine dezentrale Bürgerbewegung heraus, die ihre Unzufriedenheit mit der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Situation des Landes zum Ausdruck brachte. Bei der vom Wiener Boltzmann Institut für Menschenrechte organisierten Veranstaltung diskutierten prominente Bürgervertreter aus allen Landesteilen gemeinsam mit Experten Möglichkeiten, über ethnische und parteipolitische Grenzen hinweg Änderungen in der verfahrenen politischen und wirtschaftlichen Situation des Landes zu erreichen. Auch der EU Sondergesandte für Bosnien und Herzegowina, Peter Sorensen, nahm an der Veranstaltung teil. Im September soll, ebenfalls in Wien, eine größer angelegte Konferenz zu diesen Themen stattfinden.

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