Pädagogenausbildung neu: Kärnten, Steiermark und Burgenland entwickeln gemeinsam Lehrpläne für die Zukunft

LH Kaiser nennt Ziele: didaktisch-pädagogische Konzepte aufeinander abstimmen, Stellenwert der Inklusion heben, politische Bildung als Unterrichtsfach

Klagenfurt (OTS/LPD) - Mit dem Jahr 2019 beginnt für Österreichs Pädagoginnen und Pädagogen eine neue Ära. Dann soll die gemeinsame, universitäre Ausbildung aller Lehrenden umgesetzt und damit ein moderner, zukunftsorientierter Unterricht gesichert sein. Zur Erarbeitung der dafür notwendigen und 2015/16 in die Ausbildung einfließenden neuen Lehrpläne geht Kärnten neue Wege und bildet gemeinsam mit der Steiermark und dem Burgenland den "Entwicklungsverbund Süd-Ost". Unter Einbindung der Pädagogischen Hochschule und der Universität erarbeiten Experten dieser Bundesländer die Inhalte der zukünftigen Lehrpläne. Kärntens Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, der Bildung als wichtigstes Zukunftsthema besondere Aufmerksamkeit widmet, ließ es sich nicht nehmen, das erste Zusammentreffen der Kärntner Resonanzgruppe heute, Donnerstag, persönlich zu eröffnen und seine Vorstellungen und Erwartungen einfließen zu lassen.

"Bildung hat Vorrang", machte Kaiser deutlich. Dementsprechend solle auch der elementarpädagogischen Ausbildung (KindergartenpädagogInnen) entsprechender Stellenwert eingeräumt und als universitäre Ausbildung umgesetzt werden. Weiters sei es laut Kaiser notwendig, die didaktisch-pädagogischen Konzepte von der Kleinkindbetreuung aufwärts aufeinander abzustimmen bzw. aufzubauen. Spezielle Aufmerksamkeit gebühre dem Thema Inklusion, nicht nur was die Ausbildung an sich, sondern auch die gesellschaftspolitische Bewusstseinsbildung betreffe. Neuerlich hervorgehoben wurde von Kaiser die Notwendigkeit von politischer Bildung als Pflichtfach ab der 5. Schulstufe und der erforderlichen Einbindung in die PädagogInnen-Ausbildung neu.

"Als Teil des Entwicklungsverbundes Süd-Ost werden wir gemeinsam das beste Angebot für Studierende erarbeiten, junge Menschen in Kärnten halten und zukunftsorientierte Lehrpläne erarbeiten", zeigt sich der Kärntner Bildungsreferent erwartungsfroh. Durch die gemeinsame Entwicklung zukünftiger Lehr- und Ausbildungspläne für Pädagoginnen und Pädagogen könne Kärnten eine Vorzeige- und Vorreiterrolle in Österreich einnehmen. "Darüber hinaus kann und wird es uns damit gelingen, die Autonomie und den Bildungsstandort Kärnten zu stärken, junge Leute im Land zu halten und die besten Kräfte für die pädagogische Ausbildung in Kärnten zu gewinnen", so Kaiser.

In der heutigen Sitzung der Kärntner Resonanzgruppe, die von Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger geleitet wurde und an der Vertreterinnen und Vertreter der Pädagogischen Hochschule und der Alpen-Adria-Universität (gemeinsam bilden sie die Kärntner Hochschulkonferenz) teilnahmen, wurden das Procedere und der Fahrplan für die weitere gemeinsame Vorgangsweise mit der Steiermark und dem Burgenland festgelegt. Der nächste Termin findet am 8. Juli statt, konkretes Thema wird die Inklusion sein.

Info: Die Lehrerbildung neu besteht inhaltlich aus einem vierjährigen Grundstudium mit Bachelor-Abschluss, einem Praxisjahr und einem zweijährigen Masterstudium. Kärnten hat sich mit der Steiermark und dem Burgenland zu einem gemeinsamen Lehrerbildungs-Verbund zusammengeschlossen mit einem gemeinsam zu erstellenden Ausbildungsplan, der für alle Institutionen gilt:
Pädagogische Hochschule Viktor Frankl, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, zwei Pädagogische Hochschulen in Graz, Uni Graz sowie die Pädagogische Hochschule Eisenstadt. Die Resonanzgruppe als regionale Steuerung besteht aus je drei Vertreterinnen und Vertretern der AAU, der PH, dem Landesschulrat, sämtlichen Landesschulinspektoren, Fachinspektoren, und Landeshauptmann Peter Kaiser als Schirmherr. (Schluss)

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