Nationalrat - Unterrainer: Österreich Werbung beim Transparenz-Gesetz entlasten

Wettbewerbsverzerrungen schaden der Tourismus-Branche

Wien (OTS/SK) - In seiner Rede im Nationalrat hat SPÖ-Tourismussprecher Maximilian Unterrainer gefordert, die "Österreich Werbung" beim Medientransparenz-Gesetz zu entlasten. "Die aktuelle Regelung kostet die Österreich Werbung 70.000 Euro im Jahr, das bedeutet 1.500 Arbeitsstunden. Darüber hinaus bedeutet die derzeitige Transparenzregelung, dass internationale Mitbewerber die Strategien unserer größten und besten Werbeorganisation erfahren und daraus Vorteile ziehen können. Das ist nicht im Sinne des Gesetzgebers", führt Unterrainer aus. "Unbestreitbar ist die Österreich Werbung relevant, um den österreichischen Tourismus zu fördern. Deshalb ja zu Transparenz, aber nein zu Wettbewerbsverzerrung", bringt es der SPÖ-Abgeordnete auf den Punkt. ****

Unterrainer kritisiert in seiner Rede das oft mangelnde politische Verständnis, um den österreichischen Tourismus zu fördern. "Der Tourismus darf nicht länger stiefmütterlich behandelt werden. Wir sind Tourismusweltmeister und können stolz auf unsere Betriebe, auf unsere Bekanntheit, auf unsere Gäste und auf die über 400.000 Arbeitsplätze in diesem Bereich sein", lobt Unterrainer.

Unterrainer appelliert, die Interessen sowohl der UnternehmerInnen als auch der ArbeitnehmerInnen in Tourismus-Betrieben zu berücksichtigen. "Wenn die österreichische Hotelvereinigung davon spricht, dass zukünftige Investitionen und Arbeitsplätze gefährdet sind, dass der österreichischen Tourismusbank Geld fehlt, dass die Österreich Werbung seit Jahren weniger Geld bekommt und dass die Werbeausgaben immer mehr steigen, so müssen wir diese Sorgen ernst nehmen", stellt der Tourismussprecher klar.

Wenn nächstes Jahr der Eurovision Song Contest nach Österreich kommt, sei es laut Unterrainer im Interesse aller, dass es den Betrieben gut geht, die die Gäste aus allen Ländern empfangen werden.

Unterrainer fordert dahingehend eine starke Vertretung von UnternehmerInnen und ArbeitnehmerInnen in der Tourismus-Branche. "Die Arbeitsbedingungen müssen für beide Seiten stimmen. Ein guter Betrieb zeichnet sich durch gut ausgebildetes Personal aus. In diesem Zusammenhang setze ich mich auch für faire Steuerpolitik ein. Das bedeutet für mich und die Sozialdemokratie, fair zu verteilen. Denn dann können mehr ganzjährige Arbeitsplätze geschaffen werden." Nur dies führe zu sicheren Verträgen und dazu, dass UnternehmerInnen qualifiziertes Personal einstellen und halten können. (Schluss) bj/kg

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0010