Bewohnerparkplätze in der Inneren Stadt - ein Meilenstein

Bezirksvorsteherin Stenzel präsentiert Plan für Bewohnerparkplätze im gesamten 1. Bezirk

Wien (OTS) - "Die Schaffung von Bewohnerparkplätzen im gesamten 1. Bezirk ist eine Pioniertat, weil auf jahrlanges Drängen des 1. Bezirks die Stadt Wien erstmals dem Prinzip von Bewohnerparkplätzen zugestimmt hat. Zudem ist der 1. Bezirk der bisher einzige, der die Bewohnerparkplätze im gesamten Bezirk und nicht nur in kleinen, abgegrenzten Zonen umsetzt. In einer ersten Phase werden noch im Sommer 2014 ca. 1.000 Parkplätze eingerichtet; in einer zweiten Phase im Jahr 2015 dann weitere 600. Als Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt war und ist es mir wichtig, dass diese Lösung von allen Fraktionen mitgetragen wird. Daher habe ich auch die Arbeitsgruppe "1010 Bewohnerparkplätze" unter der Leitung von Mag. Stephan Unger (Bezirksrat) eingesetzt, damit hier in einem Konsens Empfehlungen für die Situierungen von Bewohnerparkplätzen ausgearbeitet werden. Die technischen Rohdaten dazu lieferte die "TRAFFIX Verkehrsplanung GmbH" von DI Andreas Käfer" erklärte heute Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe "1010 Bewohnerparkplätze", Mag. Stephan Unger, sowie den Vertretern aller Fraktionen - MMag. Markus Figl (ÖVP), MMag.a Daniela Stepp (SPÖ), Alexander Hirschenhauser (Grüne), Georg Fürnkranz (FPÖ) und Dr. Karl Newole (WIR).

Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel: "Die Schaffung von Bewohnerparkplätzen in der Inneren Stadt - getragen von allen Fraktionen - ist ein Meilenstein. Ich habe meine politische Arbeit stets unter das Motto der Partizipation gestellt und immer alle eingeladen, mitzumachen. Es ist hier ein entscheidender Schritt für eine neue Qualität des Lebens und Wohnens im Bezirk gelungen".
Ab 1. Juli 2014 werden die ersten Verkehrsschilder für Bewohnerparkplätze aufgestellt - und, wo nötig, Bodenmarkierungen angebracht. Die Einteilung von 125 Bewohnerparkplätzen im so genannten "Stubenviertel" (zwischen Franz-Josefs-Kai, Stubenring, Wollzeile und Rotenturmstraße) sind behördlich bereits ausverhandelt. Noch in diesem Sommer folgen die Verhandlungen über die weiteren Teilgebiete der Inneren Stadt - und zwar in folgender Reihenfolge:
"Altstadtkern", "Kärntnerviertel", "Schottenviertel" und "Burgviertel".

Vorsitzender Mag. Unger: Leuchtturm-Projekt

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Mag. Stephan Unger, erklärte, dass das Ziel eine faire und gerechte Verteilung von Bewohnerparkplätzen auf den ganzen Bezirk war. "Als Kriterien wurden der so genannte Parkplatz-Druck herangezogen, die Straßenstruktur (u.a. Fahrbahnbreite, Stellplatzkapazität) und die Konzentration von Parkpickerl-Besitzer in einem bestimmten Gebiet". Mag. Unger bezeichnet die Umsetzung von Bewohnerparkplätzen als Leuchtturm-Projekt. Technisch gesehen sind Bewohnerparkplätze Halte-und Parkverbotszonen, in denen Fahrzeuge mit dem Parkpickerl des 1. Bezirks parken dürfen. Dasselbe gilt für Personen mit Behindertenausweisen".

Zitate der Klubvorsitzenden und Vertreter der Fraktionen:

MMag. Markus Figl (ÖVP):

"Ein lebendiges Stadtzentrum braucht Bewohnerinnen und Bewohner. Die Parkplatznot ist unerträglich. Bewohnerparkplätze sind daher das Gebot der Stunde, um den Bewohnerinnen und Bewohnern wieder ein Stück ihres Bezirkes zurückzugeben und ihre Lebensqualität zu verbessern!".

MMag.a Daniela Stepp (SPÖ):

"Wir reduzieren Parkplätze für Einpendler, ohne dass es einen Parkplatz weniger für BewohnerInnen gibt. Für BewohnerInnen wird sich die Parkplatzsituation verbessern, wenngleich ein Anrainerparkplatz kein individuell reservierter Parkplatz vor der Haustüre ist."

Alexander Hirschenhauser (Grüne):

Ronald Schmutzer, Grüner Obmann von 1991-2006, freut sich: "Heute zeigt sich, dass sich Beharrlichkeit und Ausdauer auszahlen!" Vor 17 Jahren entwarfen die Grünen Innere Stadt die ersten Pläne für das Anwohnerparken in 1010, Arbeitstitel: 'Grüne Zone Innere Stadt'". Dann hieß es jahrelang von allen Seiten: "So ein Blödsinn, geht nicht, brauch' ma nicht". Die Grüne Vizebürgermeisterin, Maria Vassilakou ermöglichte dann 2011 den Durchbruch auf Ebene der Gemeinde Wien.

"Die AnwohnerInnenparkplätze sind uns ein Herzensanliegen. Weil die BewohnerInnen der Inneren Stadt so bequemer einen Parkplatz finden - und vor allem auch, weil jeder nicht gefahrene Kilometer weniger an Lärm, Staub und Abgasen bedeutet: also mehr Lebensqualität für alle!", meint der heutige Grüne Innenstadt-Obmann Alexander Hirschenhauser und ergänzt: "Daran werden wir auch weiter arbeiten. Unsere nächsten Etappenziele sind: Noch mehr Stellplätze exklusiv für AnwohnerInnen aber auch Zufahrtsregelungen in die Innere Stadt, wie sie in vielen europäischen Altstadtkernen bereits üblich sind."

Georg Fürnkranz (FPÖ):

"Die FPÖ Innere Stadt hat sich seit jeher dafür eingesetzt, dass die Anrainer bei der Parkplatzsuche Vorrang vor den Einpendlern haben müssen. Die vorliegende Lösung für das Anwohnerparken ist ein schwacher Kompromiß: das Glas ist nicht nur halbleer, sondern zu 2/3 leer, aber weil die Innenstadtbewohner parkplatzmäßig am Verdursten sind, schüttet die FPÖ Innere Stadt das Wasser nicht aus, sondern stimmt trotz vieler Bedenken zu, Jubel ist unangebracht."

Dr. Karl Newole (WIR):

"Mit dem Thema Anrainerparken gab es erstmals eine echte Gemeinschaftsaktion aller im Bezirk vertretenen Gruppierungen. 'Wir im Ersten' als Liste unabhängiger Bürger_innen begrüßen das sehr. Wir würden am liebsten alle Bezirksthemen immer gemeinsam diskutieren und lösen. Getreu unserer Vision, dass nur Bürgerinteressen und Sachlösungen zählen sollen und die Parteipolitik im Bezirk nichts verloren hat."

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