Walser: Alternativschulen droht wegen Budgetkürzungen das Aus

Grüne fordern finanzielle Gleichstellung mit konfessionellen Schulen

Wien (OTS) - "Die Kürzungen im Bildungsbereich bedrohen die Existenz privater Alternativschulen", warnt Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen: Die Budgetansätze für Waldorf- und Alternativschulen würden ab 2014 um je 20 Prozent gekürzt. Das Bildungsministerium verweist die Alternativschulen an die Landesschulräte, sie sollen dort um Förderung für die Tagesbetreuung ansuchen. "Das ist ein Hohn angesichts der Kürzungen beim Budget für die Tagesbetreuung, auf die sich Bund und Länder geeinigt haben", sagt Walser.

"Private Alternativschulen sind häufig Reformmotoren für das öffentliche Schulsystem. Sie bieten besondere Lernumgebungen und Unterrichtsformen und stellen für viele Eltern eine ideale Ergänzung des schulischen Angebots für ihre Kinder dar", erklärt Walser. Die Zahl der SchülerInnen in privaten Alternativschulen ist in den vergangenen Jahren gestiegen, allerdings blieben die Fördermittel gleich. Von den noch mit Claudia Schmid vereinbarten 1.000 Euro pro Kind sind im Jahr 2014 nur noch 750 Euro übrig. Schlimmer noch: "Das Bildungsministerium ist Förderungen für die Tagesbetreuung an Alternativschulen für das Schuljahr 2012/13 bislang schuldig geblieben. Der offene Betrag in Höhe von 950.000 Euro soll erst Mitte 2014 ausbezahlt werden."

"Die Sparmaßen rechnen sich nicht, sie werden sogar zu einem finanziellen Bumerang. Wenn die betroffenen Schülerinnen und Schüler zurück ins staatliche Schulsystem wechseln, kosten sie den Staat durchschnittlich über 7.000 Euro", erläutert Walser.
In ihrem Arbeitsprogramm hatte die Bundesregierung noch versprochen, das "bestehende alternative Bildungsangebot mit reformpädagogischen Schwerpunkten (zu) erhalten". Die Regierung will bis 2018 die "Unterstützungsstrukturen aufrechterhalten und verbessern."Der Grüne Bildungssprecher abschließend: "Höchste Zeit also, dass private Alternativschulen die gleiche Förderung erhalten, wie sie konfessionellen Privatschulen zusteht. So kann der Fortbestand der Schulen gesichert und der Zugang für alle Kinder und Jugendlichen ermöglicht werden."

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