Glawischnig: Endlich vollständige rechtliche Gleichstellung für Lesben und Schwule

Grüne: Vienna Pride und Regenbogenparade sind wichtiges Zeichen für Vielfalt und Weltoffenheit

Wien (OTS) - "'I have a dream': 2015, wenn der Eurovisions-Songcontest in Österreich stattfindet, soll eine vollständige, rechtliche Gleichstellung für Lesben, Schwule und Transgender Menschen hierzulande geschaffen sein. Die sture Ablehnungshaltung der ÖVP und Verweigerung von Grundrechten entspricht nicht einem christlich-sozialen Menschenbild. Die Blockade der ÖVP ist unverständlich, zumal bei einer Gleichstellung niemandem etwas weggenommen wird. Ein Blick in andere EU-Länder, von Dänemark bis Spanien, zeigt wie demokratische Gesellschaften auch LGBT all ihre BürgerInnenrechte zugestehen," so Eva Glawischnig, Bundessprecherin der Grünen.

In Österreich gibt es seit 2010 mit der Eingetragenen Partnerschaft eine Sonder-Institution für Lesben und Schwule, allerdings keinen Zugang zur Zivilehe. Zudem gibt es nach wie vor 40 Diskriminierungen im Vergleich zur Ehe. Im Regierungsprogramm gibt es kein Wort zur Gleichstellungspolitik für Lesben, Schwule und Transgender, obwohl die Bundesregierung reihenweise Gerichtsverfahren wegen den vielen Diskriminierungen verlor.

Es gibt kein Argument gegen die Öffnung der Ehe für alle, also auch für gleichgeschlechtliche Paare inklusive aller Rechte und Pflichten und eine Reform des veralteten Eherechts. Glawischnig: "Der Grundsatz jeder Demokratie ist, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich behandelt werden. Eine Gesellschaft, die nicht gleich stellt und nicht allen alle BürgerInnenrechte ermöglicht, hat noch Nachholbedarf."

Eva Glawischnig pocht daher, neben der Öffnung der Ehe, auf weitere Gleichstellungsmaßnahmen auf allen Ebenen:
- Adoptionsrecht für Lesben und Schwule.
- Die Öffnung der Eingetragenen Partnerschaft auch für heterosexuelle Paare.
- Diskriminierungsschutz über die Arbeitswelt hinaus. Damit keinem lesbischen Paar ein Hotelzimmer verweigert, kein schwules Paar aus dem Café oder eine Transgender Person aus dem Kaufhaus geworfen werden kann. Diese Ungerechtigkeit gehört beseitigt.
- Bewusstseinsbildung in Schulen zu Homo-, Bi- und Transsexualität. Jugendliche dürfen keine Angst mehr haben Mobbing und Bullying ausgesetzt zu sein.
"All diese Gesetzesänderungen kosten rein gar nichts", betont Eva Glawischnig.

Bis 15. Juni findet noch das Pride Village täglich ab 11 Uhr am Rathausplatz statt und am 14. Juni ab 14 Uhr zieht zum 19. Mal die Regenbogenparade über die Wiener Ringstraße.

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