VÖP kritisiert neue Werbesteuer in Ungarn: "Schädlich für Medienwirtschaft und gefährlich für Demokratie"

Wien (OTS) - Der Verband Österreichischer Privatsender kritisiert die gestern beschlossene Einführung einer Werbeabgabe im Nachbarland Ungarn scharf. Das ungarische Parlament hat eine Werbesteuer beschlossen, der zufolge Medienunternehmen bis zu 40% ihres Umsatzes an den Staat abführen müssen. Gegen diese Pläne wurde seitens vieler ungarischer Medienunternehmen bereits heftig protestiert, etwa mit Sendepausen der Rundfunkveranstalter oder leeren Zeitungstitelseiten.

"Eine Werbeabgabe schadet dem nationalen Medienstandort massiv, wie wir aus eigener Erfahrung wissen.", so Klaus Schweighofer, Vorstandsvorsitzender des VÖP und Vorstand der Styria Media Group. "Als zusätzliche Einnahmequelle des Staates ist sie zu vernachlässigen. Sie behindert jedoch die Medienwirtschaft ganz erheblich. Dadurch werden nicht nur Arbeitsplätze gefährdet, sondern auch die wirtschaftliche Grundlage der Medienunternehmen, was wiederum die Demokratie in Gefahr bringt."

Zusammen mit anderen Medienverbänden in Österreich setzt sich der VÖP auch für die Abschaffung der österreichischen Werbeabgabe ein, da die vernachlässigenswerten Staatseinnahmen in keinem vernünftigen Verhältnis zur den nachteiligen Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort stehen. Die geplante Einführung einer ähnlichen Steuer in Ungarn ist aus Sicht des VÖP daher absolut unverständlich und wird scharf kritisiert.

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