Leitl zu 20 Jahre EU-Volksabstimmung: Klares Ja zur EU macht sich bis heute für Österreich bezahlt

EU fungiert als Wettbewerbs- und Innovationsmotor für Österreich - 5 von 10 Euro des heimischen Wohlstands werden im EU-Geschäft erwirtschaftet

Wien (OTS/PWK402) - "Am 12. Juni 1994 hat sich die österreichische Bevölkerung mit einer klaren Zwei-Drittel-Mehrheit für die Mitgliedschaft in der EU ausgesprochen. Diese Entscheidung war damals richtig und sie ist es bis heute. Viele der vorausgesagten Effekte sind eingetreten", betont Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der EU-Volksabstimmung am heutigen Donnerstag. Österreich verdanke der europäischen Integration ein Mehr an Wachstum, ein Mehr an Beschäftigung und damit ein Mehr an Wohlstand, wie zahlreiche Studien zeigen. 5 von 10 Euro des österreichischen Wohlstandes werden heute im Europageschäft erwirtschaftet. Jeder Euro, den Österreich seit 1995 netto nach Brüssel überwiesen hat, ist dreifach in Form von mehr Wertschöpfung zurückgeflossen. "Daher ist es nur logisch und konsequent, dass wir als Vollmitglied mit allen Rechten dort mit am Tisch sitzen, wo die Entscheidungen, die uns betreffen, fallen." Natürlich habe es in einzelnen Branchen unmittelbar nach dem EU-Beitritt auch Strukturanpassungsprobleme gegeben, diese seien aber gut bewältigt worden und längst kein Thema mehr.

"Österreich ist heute internationaler als vor 20 Jahren, verkrustete Strukturen wurden durch den Wettbewerbsdruck aufgebrochen, Liberalisierung und Privatisierung beschleunigt und politische Einflüsse aus den Betrieben eliminiert. Kurzum: Die EU wirkte quasi als Wettbewerbs- und Innovationsmotor. Das tut unserem Land bis heute gut", so Leitl.

Die vergangenen Jahre im Zeichen der globalen Wirtschaftskrise seien zwar nicht einfach gewesen. "Es kann mir aber niemand erzählen, dass es uns in dieser Zeit außerhalb der EU besser ergangen wäre. Das Gegenteil ist der Fall: Europa war gerade auch in den Wochen und Monaten nach Ausbruch der von den USA ausgehenden globalen Finanzkrise ein Schutzschirm." Eine noch engere Zusammenarbeit innerhalb der EU sei unerlässlich, um sicherzustellen, dass sich Krisen wie die nun erlebte nicht mehr wiederholen.

Bei allen diesen ökonomischen Erwägungen dürfe man zudem nie vergessen, dass "Europa zuallererst ein Projekt der Friedens- und Zukunftssicherung ist", so Leitl: "Wir Europäer stellen gerade einmal sieben Prozent der Weltbevölkerung. Nur wenn wir zusammen halten und geeint auftreten, können wir der globalisierten Wirtschaftswelt unseren Stempel aufdrücken." Klar sei auch, dass der europäische Weg nur dann auf Dauer erfolgreich sein werde, wenn die Bürger sich eingebunden fühlen. "Europa hat als Projekt der Eliten begonnen, es muss nun noch mehr zu einem Projekt der Menschen werden. Durch eine entsprechende Information und Kommunikation, aber auch dadurch, dass Europa Lösungen für die brennendsten Probleme der Bürgerinnen und Bürger - etwa die teils eklatant hohe Jugendarbeitslosigkeit - gibt. Dazu gehört aber auch, dass Wahlergebnisse wie jüngst jenes der Europawahlen respektiert werden", so Leitl abschließend.

Detaillierte Informationen zu den wirtschaftlichen Konsequenzen der EU-Integration enthält das EU Top Thema "Österreich in der EU: 20 Jahre Binnenmarkt" (online abrufbar unter
https://www.wko.at/Content.Node/Interessenvertretung/Europa-und-Inter
nationales/EU_Top_Thema__Oesterreich_in_der_EU.html) (SR)

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