RfW-Landesobmann Dr. Erich Schoklitsch: Gegen Illegales Lohn- und Sozialdumping am Bau

RfW erkämpft Bestbieter-Prinzip in Ausschreibung der Wirtschaftskammer

Graz (OTS) - Zwei Wochen lang hat der steirische Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) kämpfen müssen - nun hat er sein Ziel erreicht: In einer Ausschreibung der Wirtschaftskammer ist nun nachträglich ein Passus eingefügt worden, laut dem nicht der Billigstbieter, sondern der Bestbieter zum Zug kommt. "Ein bedeutender Erfolg im Kampf gegen illegales Lohn- und Sozialdumping, den wir damit erreicht haben", freut sich RfW-Landesobmann Dr. Erich Schoklitsch. Er hofft, dass dieses Beispiel nun Schule macht.
So ganz trauen wollte Dr. Erich Schoklitsch, Landesobmann des steirischen RfW, seinen Augen ja nicht, als er vor rund zwei Wochen die Ausschreibung von Fassadenarbeiten im Zuge des Umbaus der Wirtschaftskammer Steiermark in der Grazer Körblergasse in die Hand bekam. Sogar die Wirtschaftskammer selbst, die ja die Interessen der heimischen Unternehmen vertreten sollte, setzte als Auftraggeber bloß auf die Billigstbieter.
Was das bedeutet, wurde in den letzten Wochen ja oft genug in aller Deutlichkeit formuliert. Im Baugewerbe wird ein ruinöser Preiskampf geführt, der von vielen Unternehmen nur mehr mit illegalen Methoden ausgetragen wird: Illegale Beschäftigungsverhältnisse, Lohn-und Sozialdumping, Sub-Sub-Unternehmerketten, Ausbeutung von ausländischen Arbeitern, Scheinselbständigkeiten usw.
Zwei Wochen lang bombardierte Dr. Erich Schoklitsch die zuständigen Stellen in der Wirtschaftskammer mit Interventionen -fassungslos darüber, dass in die Ausschreibung keine Kriterien verankert wurden, die es ermöglichen, dem Bestbieter statt dem Billigsdorfer den Auftrag zu erteilen. Zwei Wochen lang kämpfte der steirische RfW-Landesobmann - gestern schließlich der Erfolg. In einem Nachtrag zur Ausschreibung wurden auch ökologische und soziale Faktoren eingearbeitet: geografische Nähe zur Baustelle, Beschäftigung von älteren Arbeitnehmern, Ausbildung von Lehrlingen -wer diese Faktoren erfüllt, hat bessere Chancen auf den Auftrag, auch wenn er nicht der billigste Bieter ist.
Schoklitsch zeigt sich mit seinem Erfolg sehr zufrieden. "Das war ein wichtiger Schritt, der nun hoffentlich Vorlage für viele folgende Ausschreibungen ist", erklärt er. Allerdings ortet er noch Verbesserungspotenzial: "In diesem Fall wurden die Bestbieter-Kriterien mit 15 Prozent bewertet. Wir fordern für die Zukunft eine Verbesserung des Bestbieterprinzips und stellen uns eigentlich eine Bemessung mit 30 bis 40 Prozent vor."

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