Per Bahn von Wien nach Pressburg 1914 -2014

100 Jahr-Feier, Ausstellung, Sonderbriefmarke und Sonderfahrt im Eisenbahnmuseum Schwechat

Wien (OTS) - Im Jahr 1914 wurde die Pressburgerbahn eröffnet. Zu ihrem 100. Geburtstag finden im Eisenbahnmuseum des "VEF-Verband der Eisenbahnfreunde" einige Jubiläumsaktivitäten statt

  • 14.Juni Eröffnung der Sonderausstellung mit einigen bisher unveröffentlichten Bildern (zu sehen bis Oktober 2014)
  • Ersttag einer personalisierten Sonderbriefmarke, die zu diesem Thema nach einer Vorlage des bekannten österreichischen Eisenbahnmalers Hans Peter Pawlik gestaltet wurde
  • Sonderpoststempel von 9-13 Uhr im Museum
  • Besichtigungsmöglicheit der ehemaligen Zugsförderung der Pressburgerbahn, die nach alten Plänen und Farbmustern renoviert
  • Kauf von Bausteinen zu weiteren Renovierung
  • Ab 14 Uhr normaler Museumsbetrieb. Besichtigung der Sonderausstellung zur Pressburgerbahn mit Fotos und Modellen, sowie Fotomöglichkeit der historischen Fahrzeuge.
  • Bücherstand mit Fachbüchern (Eisenbahn und Straßenbahn) eingerichtet.
  • Verkauf der Juni-Nummer des VEF Fachmagazins DIE SCHIENE mit Beilage zur Pressburgerbahn

- Am 29.Juni Sonderzugfahrt nach Hainburg mit 4061.13 mit Besichtigung (vorbehaltlich betrieblicher Änderungen

Näheres unter www.eisenbahnmuseum.at

Öffnungszeiten
Das Museum ist für unsere Besucher von 1. Mai bis 26. Oktober zu folgenden Zeiten geöffnet:

Mittwoch bis Samstag 14:00 - 18:00 Uhr
Sonntag + Feiertage 10:00 - 17:00 Uhr
Zusätzlich geöffnet am 15. August 2014 von 10-17 h

Fahrbetrieb auf der Feldbahn findet nur an Wochenenden (Sa. + So.) sowie an Feiertagen statt!
An jedem letzten Sonntag im Monat, sowie am 1. Mai und 26. Oktober findet in unserem Museum Dampfbetrieb statt.
Für Gruppen sind Sondertermine jederzeit möglich.

Anfahrt:

mit der Flughafenschnellbahn S7 im Halbstundentakt (Station Schwechat - Kernzone 100), erreichbar durch die Bahnunterführung "Industriestraße"
mit der Autobuslinie 271 (ab Reumannplatz)
über die Schnellstraße S1, Abfahrt Mannswörth

Geben Sie in Navigationshilfen den Bahnhof Schwechat; P&R; 2320 Schwechat ein und benützen Sie die Unterführung.

Die Pressburgerbahn

Die Pressburger Bahn, auch Lokalbahn Wien-Pressburg (LWP), Wien-Preßburger Bahn[2] oder slowakisch Viedenská elektricka genannt, war eine direkte Eisenbahnverbindung zwischen Wien und Pressburg, ursprünglich im Königreich Ungarn, seit 1919 als Bratislava Hauptstadt der Slowakei. Die 69,1 Kilometer lange elektrische Lokalbahn wurde am 1. Februar 1914 eröffnet und am 5. Februar 1914 dem fahrplanmäßigen Verkehr übergeben.[3]
Die Pressburger Bahn führte von Wien südlich der Donau über Schwechat, Hainburg und Wolfsthal sowie über den damaligen Vorort und heutigen Stadtteil Petrzalka / Pozsonyligetfalu / Engerau in die Pressburger Innenstadt.

Von der Strecke entfielen rund zwölf Kilometer auf die Stadtstrecke in Wien und rund sieben Kilometer auf die Strecke in Pressburg, beide im Straßenbahnbetrieb geführt, wobei in Pressburg Gleise der Straßenbahn mitbenützt wurden. Die 49,6 Kilometer zwischen den Bahnhöfen Groß-Schwechat (heute: Schwechat) und Kittsee (ungarisch Köpcsény; slowakisch Kopcany, zugleich der Name des angrenzenden Teils von Pressburg) war als Überlandstrecke ausgeführt, wobei teilweise bereits vorhandene Gleise der k.k. Staatsbahnen mitbenützt wurden.

Der Überlandteil wurde mit der damals noch neuen Einphasen-Wechselstromtechnik 16 2/3 Hz, 15.000 Volt ausgerüstet, die noch heute angewandt wird. Nach der Mittenwaldbahn in Tirol handelte es sich um die zweite Linie mit diesem Stromsystem in Österreich. Die Stadtstrecken wurden mit Gleichstrom von 600 Volt (Wien) bzw. 550 Volt (Pressburg) betrieben. Ein gemischtes Gleichstrom-Wechselstrom-System für Stadt und Land wurde zuvor schon bei der Lokalbahn Wien-Baden eingesetzt, allerdings mit gleicher Spannung.
Wiener Stadtstrecke[Bearbeiten]

In Wien wurde für die Pressburger Bahn eine neue Strecke gebaut, die zwischen dem Zentrum Wiens und Schwechat weitab von allen wichtigen Straßenbahnlinien (Landstraßer Hauptstraße, Rennweg, Simmeringer Hauptstraße) verlief. Die Vorteile dieser Trassierung bestanden darin, dass die 15 kV/16 2/3 Hz-Übertragungsleitung vom städtischen Dampfkraftwerk Wien Simmering, wo die Umformersätze zur Erzeugung des Bahnstroms für die Überlandstrecke aufgestellt wurden, nach Groß-Schwechat die Fahrleitungsmasten der Stadtstrecke mitbenützen konnte.

Die Strecke innerhalb Wiens führte auf Straßenniveau. Sie beschrieb eine Schleife rund um das damalige Bürgertheater in der Vorderen Zollamtsstraße und der Gigergasse beim Bahnhof Wien Mitte (damals Bahnhof Hauptzollamt) und die damalige Großmarkthalle. Dann verlief sie ein kurzes Stück auf der Vorderen Zollamtsstraße, die Wien flussabwärts entlang, und bei der Mündung der Wien in den Donaukanal oberhalb der Rampe von der Radetzkybrücke zum Hermannpark. Kurz danach verlief die Strecke auf dem Niveau des Donaukanalkais, und auf diesem unterquerte sie die Franzensbrücke (mit Straßenbahn), die Verbindungsbahnbrücke (Eisenbahn) und die Kaiser-Josefs-Brücke (seit 1920 Schlachthaus-, heute Stadionbrücke; mit Straßenbahn). Bei der Rotundenbrücke bestand eine niveaugleiche Kreuzung mit der Straßenbahn.

Rückfragen & Kontakt:

Eisenbahnmuseum Schwechat
Herr Kamper 0676 47 57 597
Fax: 01/369 13 58
info@eisenbahnmuseum.at
www.eisenbahnmuseum.at

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