Kickl: Erdogan-Propaganda-Auftritt ist unerwünscht - Kurz muss handeln

Wien ist für türkische Großmachtsambitionen kein geeigneter Boden

Wien (OTS) - "Außenminister Kurz muss den für 19. Juni geplanten Propaganda-Auftritt des türkischen Premiers Recep Tayyip Erdogan in Wien verhindern", forderte der freiheitliche Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl diesbezügliche Aktivitäten vom Außenamt ein. "Erdogans Wahlkampfauftritt wäre ein Beitrag zur Verfestigung von Parallelgesellschaften und ein Anreiz zur Integrationsverweigerung", warnte Kickl davor, dem türkischen Premier eine Bühne für seine osmanischen Großmachtsambitionen zu bieten.

Es sei befremdlich, dass sich Erdogan von diesem Auftritt Wahlkampfeffekte für sein eigenes Land erwarte und ein weiterer Beweis dafür, welche Dimensionen die Zuwanderung aus der Türkei bei uns bereits angenommen habe. Hier müsse auch die Praxis der nicht zulässigen Doppel-Staatsbürgerschaften genau geprüft werden, forderte Kickl. Abgesehen davon brüskiere Erdogan mit seiner Propaganda-Show das offizielle Österreich, denn weder Bundespräsident, noch Kanzler, noch Außenminister seien beim Besuch des türkischen Premiers in Wien als Gesprächspartner vorgesehen, kritisierte Kickl. Dass Erdogan mit einer vorgeschobenen "Einladung" der Union Europäisch Türkischer Demokraten (UETD), die als verlängerter Arm seiner islamisch-konservativen Partei AKP gelte, in Wien auftauche und die höchsten Repräsentanten der Republik nicht einmal ignoriere, zeige deutlich die mangelnde Wertschätzung des türkischen Premiers, Österreich gegenüber.

Es sollte auch den verblendetsten Zuwanderungsfanatikern bei Rot und Grün zu denken geben, dass Erdogan seinen Arm nach Europa ausstrecke, westliche Werte ablehne und seine Exil-Türken aufrufe sich nicht zu integrieren, forderte Kickl von der österreichischen Bundesregierung und dem Wiener Bürgermeister klare Worte ein. "Wo bleibt der politische Aufschrei von SPÖ, ÖVP und Grünen, wenn Erdogan im eigenen Land de facto die Zensur eingeführt hat und Demonstrationen gegen ihn blutig beenden lässt?"

Weiters sei der Aufritt Erdogans in Wien ein Affront all jenen gegenüber, die wegen der zahlreichen Repressionen aus der Türkei nach Österreich geflüchtet seien, so Kickl. "Österreich sollte endlich den Kurs der Privilegierung der türkischen Staatsbürger z.B. am Arbeitsmarkt, die aus Altverträgen aus der Zeit der Gastarbeiter stammt, aufkündigen", so Kickl.

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