JW-Rohrmair-Lewis: Politische Lippenbekenntnisse bringen keine Generationengerechtigkeit

Ignoranz gegenüber Anliegen der jungen Generation ist unverantwortlich - Politik muss endlich Schritte setzen und gegensteuern.

Wien (OTS/PWK385) - "Österreich rühmt sich oft mit guten Platzierungen bei internationalen Rankings. Bei der allseits beschworenen Generationengerechtigkeit liegen wir aber nur auf Platz 20 von 29 Ländern. Die Lippenbekenntnisse der Politik reichen eben nicht aus. Wir stehen bereits heute vor einem generationenpolitischen Scherbenhaufen", kommentiert Herbert Rohrmair-Lewis, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW), den vom Ökonomen Pieter Vanhuysse erstellten Index zur Generationengerechtigkeit. Derzeit finde Politik auf Kosten der jungen Generation statt. Anzeichen für eine Veränderung seien keine zu erkennen, so Rohrmair-Lewis. "Anstatt ambitionierte Investitionen in Zukunftsbereiche zu tätigen, versickert das Geld in einer ineffizienten Verwaltungsstruktur oder einem längst nicht mehr zeitgemäßen Pensionssystem", kritisiert der JW-Bundesvorsitzende.

Weg mit den Schulden, her mit der Zukunft Fehlende Reformen sorgen nicht nur dafür, dass heute keine Mittel für Zukunftsinvestitionen zur Verfügung stehen und der Spielraum für Steuerentlastungen fehlt. Vielmehr lassen sie den bereits erdrückenden Schuldenberg noch weiterwachsen. "Wie viel Erbschulden will man der zukünftigen Generation noch zumuten? Wir fordern rasche Maßnahmen um endlich gegenzusteuern. Dazu zählen eine tiefgreifende Pensionsreform, die den demographischen Realitäten Rechnung trägt, eine echte Verwaltungsreform ohne Tabus sowie die Umsetzung der Vorschläge des Rechnungshofes. Diese modern seit Jahren in der Schublade dahin. Statt der x-ten Arbeitsgruppe sollen die vorliegenden Vorschläge umgesetzt werden. Die Politik braucht nur den entsprechenden Mut dazu aufbringen", so Rohrmair-Lewis. Außerdem sei dringender Handlungsbedarf zur Senkung der zu hohen Arbeitslosigkeit gegeben. "Die Politik sollte sich im Klaren sein, dass sie auch für die Zukunft und nicht nur für die Gegenwart Verantwortung trägt. Wir müssen weg von einer Neid- und Klassen-Kampf-Gesellschaft in Richtung einer verantwortungsvollen Wohlfühlgesellschaft. Die Politik schafft hier im Moment leider Gräben, die uns über Jahre hinweg beschäftigen werden", mahnt Rohrmair-Lewis abschließend. (ES)

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