Zum 50. Todestag von Hans Moser: Spielfilme, Doku und Thementag

Ab 7. Juni in ORF 2, ORF III und 3sat

Wien (OTS) - Ob als Kellner, Dienstmann oder Fiaker - mit seinen rund 150 Stumm- und Tonfilmen sowie zahlreichen Kabarett-, Revue- und Theaterengagements zählt Hans Moser ohne Zweifel zu den bedeutendsten Persönlichkeiten in seinem Fach und wurde in den 1950er Jahren zu den beliebtesten deutschsprachigen Filmschauspielern. Der 1880 als Jean Julier in Wien Geborene prägte wie kaum ein anderer über Jahrzehnte hinweg die österreichischen Volks- und Heimatfilme. Er ist der Inbegriff des raunzenden Nörglers, des schimpfenden Wichtigtuers, der stets aufgeregt nuschelte und wild gestikulierte - aber sein Herz doch immer am rechten Fleck hatte. Max Reinhardt sagte einst über Hans Moser: "Er ist gar kein Schauspieler, sondern ein Wahrspieler." Anlässlich seines 50. Todestages am 19. Juni präsentieren ORF 2, ORF III und 3sat Beiträge, Dokumentationen, seine größten Rollen und die besten Filme. Neben vier Spielfilmen (ab Samstag, 7. Juni) widmet sich ORF 2 mit einer "Wien heute"-Ausgabe am Donnerstag, dem 19. Juni, um 19.00 Uhr der Krebs-Stiftung, die Hans Moser und seine Frau gegründet haben. Außerdem würdigt 3sat den begnadeten Schauspieler, Komiker und Filmstar mit einem Thementag - mit einer Dokumentation und mehreren Spielfilmen.

Die Spielfilme in ORF 2 im Überblick

"Der Herr Kanzleirat" (Samstag, 7. Juni, 13.10 Uhr, bzw. Samstag, 28. Juni, 10.50 Uhr, 3sat)
Komödie mit u. a. Susanne von Almassy, Hans Moser und Fred Kraus Regie: Hubert Marischka (Produktionsjahr: 1948)

Leopold Bachmayer (Hans Moser), Landesgerichtsrat in Wien, ist ein mürrischer Junggeselle. Einer Frau zuliebe Dummheiten machen - das könnte ihm nie passieren. Davon ist er felsenfest überzeugt. Doch eines Tages taucht die verführerische Marianne von Seewald (Susanne von Almassy) in seiner Kanzlei auf. Hals über Kopf verliebt er sich in sie und reist der attraktiven Frau in ihren Urlaubsort nach.

"Hallo Taxi" (Samstag, 14. Juni, 13.35 Uhr)
Komödie mit u. a. Hans Moser, Paul Hörbiger, Walter Kohut, Oskar Sima und Gerlinde Locker
Regie: Hermann Kugelstadt (Produktionsjahr: 1958)

Leopold (Hans Moser), ein bodenständiger Wiener Fiaker, kann seinem Freund und Kollegen Franz (Paul Hörbiger) nicht verzeihen, dass dieser ins Taxlergewerbe gewechselt ist. Die Fiaker finden zwar kaum noch Kundschaft, dennoch empfindet Leopold dieses Verhalten als Verrat. Leopolds Enkelin und Franz' Partner versuchen, die beiden wieder zueinander zu führen.

"Der Sündenbock von Spatzenhausen" (Donnerstag, 19. Juni, 13.45 Uhr) Komödie mit u. a. Hans Moser, Isa Günther, Jutta Günther und Bert Fortell
Regie: Herbert B. Fredersdorf (Produktionsjahr: 1958)

Der Gemeinderat von Spatzenhausen möchte gemeinsam mit den Behörden eine Autobahn bauen. Davon will Ferdinand Schöberl (Hans Moser), der ehrgeizige Vorstand des Provinzbahnhofs, aber gar nichts wissen. Allen anderen zum Trotz besteht er darauf, Spatzenhausen zur Eilzugstation zu machen. Damit macht er sich jedoch bald alle Welt zum Feind.

"Wir bitten zum Tanz" (Samstag, 21. Juni, 13.25 Uhr)
Komödie mit u. a. Hans Moser, Paul Hörbiger und Elfie Mayerhofer Regie: Hubert Marischka (Produktionsjahr: 1941)

Seit Jahren besitzt Karl Hofeneder (Hans Moser) in seinem Bezirk eine Tanzschule. Doch nun bekommt er Konkurrenz. Ausgerechnet Georg Roublé (Paul Hörbiger), der Mann, der vor 20 Jahren Hofeneders Allerliebste geheiratet hat, eröffnet unweit von ihm auch eine Tanzschule. Ein erbitterter Wettstreit führt zu allerlei Missverständnissen.

Der 3sat-Thementag (Donnerstag, 19. Juni)

"Der ewige Dienstmann - Hans Moser im Porträt" (13.00 Uhr bzw. Sonntag, 22. Juni, 9.50 Uhr, ORF 2, und 15.35 Uhr, ORF III, in der "matinee")

Begnadeter Schauspieler, Komiker und Filmstar mit zeitloser Popularität, legendärer Wienerlieder-Interpret und liebenswürdiger Grantler mit Hang zum Geiz: So bleibt der in Wien geborene Johann Julier alias Hans Moser vielen in Erinnerung. Aber wie war Hans Moser wirklich? Die Dokumentation "Der ewige Dienstmann - Hans Moser im Porträt" zeichnet ein differenziertes Bild des privaten Menschen Hans Moser. Ein Film von Wolfgang Liemberger.

"Ungeküsst soll man nicht schlafen gehen" (13.55 Uhr)
Komödie mit u. a. Liane Haid, Heinz Rühmann, Hans Moser und Theo Lingen
Regie: E. W. Emo (Produktionsjahr: 1936)

Auf einem Wohltätigkeitsball wird ein Kuss der weltberühmten Schauspielerin Edda Vivian (Liane Haid) versteigert. Der Schallplattenfabrikant Wiesinger (Hans Moser) bekommt den Zuschlag. Da plötzlich seine Ehefrau auftaucht, überlässt er dem schüchternen Studenten Franz Angerer (Heinz Rühmann) den Preis. Dieser will aber von dem Kuss nichts wissen, hat er sich doch in Wiesingers hübsche Tochter Dore (Susi Lanner) verliebt.

"Kaisermanöver" (15.15 Uhr)
Heimatfilm mit u. a. Winnie Markus, Rudolf Prack, Erik Frey und Hans Moser
Regie: Franz Antel (Produktionsjahr: 1954)

Comtesse Valerie von Trattenbach (Winnie Markus) wird von zwei Offizieren des väterlichen Korps, Hauptmann Eichfeld (Rudolf Prack) und Major von Jurinic (Erik Frey), umworben. Ihr Herz schlägt jedoch für Eichfeld, der zudem mit dem Buch "Kaisermanöver" heftige Kritik an den Zuständen in der Armee übt. Um ein Duell der beiden Bewerber zu verhindern, verspricht Valerie Major von Jurinic die Ehe. Hans Moser erschleicht sich in Verkleidung eines Gärtners eine Audienz beim Kaiser.

"Kaiserball" (16.55 Uhr)
Heimatfilm mit u. a. Sonja Ziemann, Rudolf Prack, Hannelore Bollmann, Bully Buhlan und Hans Moser
Regie: Franz Antel (Produktionsjahr: 1956)

Die Näherin Franzi (Sonja Ziemann) soll in Bad Ischl ein Ballkleid für die Gräfin Reichenbach (Jane Tilden) abliefern. Als man sie jedoch mit der Prinzessin Christine (Hannelore Bollmann) verwechselt, löst sie bei der illustren Gesellschaft beträchtliche Verwirrung aus. Die wirkliche Prinzessin gerät umgekehrt in den Verdacht, eine Hochstaplerin zu sein. Denn sie reist inkognito, um ihren zukünftigen Bräutigam kennenzulernen. Hans Moser spielt Portier Rienössl.

"Opernball" (18.30 Uhr)
Komödie mit u. a. Sonja Ziemann, Johannes Heesters, Hertha Feiler, Josef Meinrad und Hans Moser
Regie: Ernst Marischka (Produktionsjahr: 1956)

Die wohlhabende Wienerin Elisabeth (Hertha Feiler) möchte ihrer Freundin Helene (Sonja Ziemann) die Untreue ihrer Ehemänner beweisen. Gemeinsam beschließen sie, Georg (Johannes Heesters) und Paul (Josef Meinrad) auf dem Opernball eine Falle zu stellen. Denn diesen Abend wollen die zwei Herren heimlich ohne ihre Angetrauten verbringen. Schon bald läuft alles nach Plan. Georg und Paul ahnen nicht, dass sich hinter den Masken ihrer reizenden Tischdamen die beiden rachsüchtigen Ehefrauen verbergen. Hans Moser spielt Hatschek, den Oberkellner.

"Hallo, Dienstmann" (20.15 Uhr)
Komödie mit u. a. Hans Moser, Paul Hörbiger, Annie Rosar und Richard Eybner
Regie: Franz Antel (Produktionsjahr: 1951)

Professor Godai (Paul Hörbiger) von der Wiener Musikakademie geht als Dienstmann verkleidet auf einen Maskenball. Anschließend wird er im Bahnhofslokal von dem echten Dienstmann Anton (Hans Moser) um Hilfe gebeten. Godai spielt mit, zumal ihn die Dame, deren Gepäck sie transportieren sollen, sehr interessiert. Bei der schönen Frau handelt es sich aber um seine neue Kollegin an der Akademie.

"Die Fledermaus" (21.55 Uhr)
Komödie mit u. a. Peter Alexander, Marianne Koch, Marika Rökk, Willy Millowitsch und Hans Moser
Regie: Géza von Cziffra (Produktionsjahr: 1961)

Rechtsanwalt Dr. Eisenstein (Peter Alexander) muss wegen Beamtenbeleidigung eine Gefängnisstrafe verbüßen. Für seinen ausländischen Auftraggeber soll er jedoch auf dem Ball des Prinzen Orlofsky erscheinen. Eisenstein drückt sich vor der Haft und verkleidet sich als Marquis Renard. Zu seinem Erstaunen trifft er auf dem Ball seine Frau und das Hausmädchen. Da sich beide für jeweils andere Damen ausgeben, sind etliche Verwicklungen vorprogrammiert. Hans Moser spielt den Gefängniswärter Frosch.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0007