Korun: Radikalisierungsgefahr bekämpfen, Jugendprojekte starten

Grüne: Immunisierung von Jugendlichen gegen Radikalisierung ist enorm wichtig

Wien (OTS) - "Die mutmaßliche Anwerbung für Al-Kaida durch einen Grazer Imam, der nun laut Nachrichtenmagazin "Profil" verhaftet wurde, zeigt auf, dass mehr Präventionsarbeit gegen Radikalisierung notwendig ist. Denn neben strafrechtlicher Verfolgung von Terrorverdächtigen und Radikalisierern, braucht es vorbeugende Jugendprojekte. Damit soll verhindert werden, dass Radikalisierung nicht erst dann behandelt wird, wenn sie schon zu Gewalt geführt hat. Ihr muss vorgebeugt werden", meint Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen, und ergänzt: "Wenn die geplante Deradikalisierungshotline allerdings bei der Polizei angesiedelt ist, werden sie Bekannte oder Verwandte von mutmaßlich Radikalisierten aus Angst vor polizeilicher Verfolgung höchstwahrscheinlich gar nicht in Anspruch nehmen".

"Bei Präventionsprojekten muss es darum gehen, junge Menschen gegen religiöse Radikalisierung zu immunisieren, damit sie sich nicht unbemerkt in der Mitte der Gesellschaft gegen ebendiese und gegen Demokratie radikalisieren. Jugendprojekte, die community-affine MultiplikatorInnen einsetzen, die sich mit den Lebensumständen von betroffenen Jugendlichen auskennen, sind dabei wichtig .Auch verstärkte Aufklärung über die Rekrutierungsmethoden von radikalen Gruppierungen und eine differenzierte Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Religionen und Ethik in der Schule, also gemeinsamer Ethikunterricht, sind hier ein weiterer Schritt zur Prävention. Selbstverständlich werden wir unsere Jugendlichen nicht kampflos Hasspredigern überlassen", sagt Korun.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003