Volkshilfe: Vermögenssteuern vermindern enorme Ungleichheiten

Fenninger: "Investitionen in sozialen Ausgleich sind Gebot der Stunde"

Wien (OTS) - Reichtums-ForscherInnen sind sich einig. Es gibt eine enorme Schieflage, was die Verteilung von Vermögen betrifft: Die obersten 5 Prozent der Haushalte besitzen fast die Hälfte, während die unterste Hälfte mit ca. 4 Prozent nur einen sehr kleinen Teil vom Kuchen abbekommt.

"Es gibt auch in Österreich riesige Vermögen. Eine gerechtere Verteilung ist notwendig, um die Chancen für alle zu erhöhen. Die Millionäre müssen ihren fairen Beitrag leisten. Das soziale Klima in unserem Land und die soziale Sicherheit müssen den "Reichen" auch etwas wert sein. Vermögensbezogene Steuern sind daher das Gebot der Stunde, um Investitionen in die Zukunft unserer Kinder zu tätigen", sagt Volkshilfe Bundesgeschäftsführer Mag. (FH) Erich Fenninger.

Österreich zählt bei den vermögensbezogenen Steuern im internationalen Umfeld zu den Schlusslichtern im Ranking. Notwendig sei deshalb auch eine Steuerreform, die von oben nach unten umverteilt. "Dazu gehört auch eine Entlastung der unteren und mittleren Einkommen der ArbeitnehmerInnen, damit denen, die wenig haben, am Ende des Monats mehr im Börsel bleibt. Damit es keine Eltern mehr geben muss, die sich das Geld für den Schikurs der Kinder vom Mund absparen müssen", sagt Fenninger.

Der Volkshilfe Sozialbarometer zeigte bereits im Jänner, dass sich 93 Prozent der ÖsterreicherInnen für die Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen aussprechen. 77 Prozent befürworten eine Steuer auf Vermögen. Das ist ein klarer Handlungsauftrag an die Politik.

Fenninger bekräftigt deshalb einmal mehr die Forderungen der Volkshilfe nach Umverteilung und Erhöhung von Chancengleichheit: "Wir müssen in sozialen Ausgleich investieren, dazu gehört die Einführung einer sinnvollen Vermögenssteuer."

Mehr Informationen: www.volkshilfe.at/sozialbarometer

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