Pestizidrückstände in Flüssen verdeutlichen dringenden Handlungsbedarf in Landwirtschaft

Die ökologische Kompetenz in der Landwirtschaft muss durch Bildungsangebote gestärkt werden.

Wien (OTS) - Eine aktuelle Studie von GLOBAL 2000 zeigt regional unterschiedliche, teilweise sehr hohe Belastungen in österreichischen Fließgewässern, die vor allem auf Pestizideinsatz zurückzuführen sind. Dieses Studienergebnis verdeutlicht einen dringend notwendigen Handlungsbedarf in der Landwirtschaft.

"Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um eine notwendige Weichenstellung in Richtung Ökologisierung", kommentiert BIO AUSTRIA Obmann Rudolf Vierbauch das Ergebnis der Studie. "Ein wichtiger Schritt wäre, biologische Landwirtschaft in den landwirtschaftlichen Ausbildungsstätten zu forcieren, um damit die ökologische Kompetenz bei zukünftigen Bäuerinnen und Bauern zu stärken", so Vierbauch weiter.

Das wichtige Lebensmittel Wasser bedarf eines besonderen Schutzes. Etwa 22.000 österreichische Bio-Betriebe nehmen diese Verantwortung tagtäglich wahr.

Laut einer, von KeyQUEST durchgeführten, repräsentativen Umfrage, ist ein großer Teil der derzeit konventionell wirtschaftenden Betriebe bei guten Bedingungen bereit, auf biologische Wirtschaftsweise umzustellen. "Durch deutlich schlechtere Rahmenbedingungen für die biologische Landwirtschaft im derzeitigen Programmentwurf für Ländliche Entwicklung wird eine weitere Ökologisierung der österreichischen Landwirtschaft gebremst bzw. verhindert. Hier ist die Agrarpolitik - gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Studie über Pestizidrückstände - im Begriff, ein falsches Signal zu setzen", schlussfolgert Rudolf Vierbauch.

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