Wenn Juckreiz das Leben zur Hölle macht

Wien (OTS) -

  • Urtikaria ist eine der häufigsten Hauterkrankungen: jeder Vierte ist irgendwann im Leben von Urtikaria betroffen
  • Doch eine aktuelle Befragung zeigt: mehr als die Hälfte der Österreicher kennt die Erkrankung nicht, auch das Erkrankungsrisiko wird deutlich unterschätzt
  • Urtikaria ist mehr als ein Hautproblem und beeinflusst die Lebensqualität Betroffener massiv negativ
  • Eine neue Therapie-Option zeigt auch bei schweren Verlaufsformen, die bisher oft nur unbefriedigend behandelt werden konnten, gute Wirksamkeit

Extremer Juckreiz, Brennen und Hautschwellungen: Urtikaria oder Nesselsucht ist eine der unangenehmsten Hauterkrankungen, die meist völlig unerwartet auftritt und die Lebensqualität Betroffener massiv beeinträchtigt, wie auch Emmerich Musch, der seit mehr als vier Jahren von chronisch spontaner Urtikaria betroffen ist, bestätigte. Jeder Vierte ist irgendwann in seinem Leben von Urtikaria betroffen. Damit ist die Urtikaria eine der häufigsten Hauterkrankungen - und doch: "Nicht einmal jeder zweite Österreicher kennt die Krankheit, auch das Erkrankungsrisiko wird deutlich unterschätzt, wie eine im Auftrag von Novartis durchgeführte Online-Befragung zeigt", betonte Dr. Wolfgang Bonitz, Medical Director von Novartis Österreich. Weit verbreitet ist auch die Annahme, die Urtikaria sei eine allergische Erkrankung: rund 60 % der Befragten halten Allergien fälschlicherweise für einen möglichen Auslöser. Die Ergebnisse zeigen auch deutlich, auf wie viele Bereich des Lebens die Urtikaria Auswirkungen hat: von Selbstwertgefühl und Stimmungslage über Schlafqualität und Sexualität bis hin zu Freizeitgestaltung, Berufsleben und den Beziehungen.

Herausforderung in Diagnose und Behandlung

Akut, chronisch oder ausgelöst durch physikalische Reize:
Urtikaria kann in den unterschiedlichsten Formen auftreten und eine ganze Reihe unterschiedlicher Auslöser haben. Dauern die Symptome länger als sechs Wochen an, spricht man von einer chronischen Urtikaria (csU). Bei einem Teil der Patienten gelingt es, eine wahrscheinliche oder definitive Ursache zu finden, die in der Folge auszuschalten versucht wird. Aber bei der Mehrzahl der Patienten gelingt das nicht - bei diesen Fällen handelt es sich um eine chronisch spontane Urtikaria, bei der die Ursache der Erkrankung entweder nicht bekannt ist, oder, wie im Fall von Faktoren wie dem Autoimmunsystem, nicht leicht zu beeinflussen bzw. beheben ist. Derzeit ist die Standardtherapie für Urtikaria die Verabreichung von Antihistaminika, womit allerdings nicht bei allen csU-Patienten zufriedenstellende Behandlungsergebnisse erzielt werden können, wie Univ. Prof. Dr. Georg Stingl, Leiter der klinischen Abteilung für Immundermatologie und infektiöse Hautkrankheiten der MedUni Wien erläuterte: "Die csU ist eine häufige, lästige, weil stark juckende entzündliche Hautkrankheit. Die Behandlungsmöglichkeiten für leichte Verlaufsformen waren schon in der Vergangenheit recht gut, die für schwere Fälle hingegen bisher höchst unbefriedigend. Seit kurzem verfügen wir allerdings über eine neue Behandlungsoption, die auch bei schweren Verlaufsformen eine gute Wirksamkeit zeigt."

Mehr als nur ein Hautproblem

Auch wenn viele Patienten selbst Stress oder psychische Belastung als Auslöser vermuten, gibt es doch nur bei einer kleinen Patientengruppe tatsächlich einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Urtikaria und psychischen Faktoren, wie Mag. Dr. Eva Lehner-Baumgartner, Leiterin der Abteilung klinische Psychologie am AKH Wien, betonte. "In diesen Fällen kann eine psychologische Betreuung ein wichtiger Bestandteil der Therapie sein. Aber auch für Patienten, deren Urtikaria keinerlei psychische Ursachen hat, kann psychologische Beratung eine wertvolle Hilfestellung sein, etwa durch die Entwicklung bewusster Strategien im Umgang mit der Erkrankung und den damit verbundenen Einschränkungen im Alltag oder das Erlernen spezieller Entspannungstechniken, um besser mit dem Juckreiz umgehen zu können", ermutigte die Expertin Betroffene.

Neue Anlaufstelle für Betroffene

Die Österreichischen Lungenunion (ÖLU) bietet mit dem Bereich ÖLU-Derma seit kurzem auch für Urtikaria-Patienten ein spezifisches Angebot, das sukzessive ausgebaut werden soll, wie Otto Spranger, Sprecher der Patientenorganisation, bekanntgab.

Über Novartis

Novartis bietet innovative medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften einzugehen. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz) und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen - mit innovativen Arzneimitteln, ophthalmologischen Produkten, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen, rezeptfreien Medikamenten und tiermedizinischen Produkten. Novartis ist das einzige global tätige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2013 erzielte der Konzern einen Nettoumsatz von USD 57,9 Milliarden und wies Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von rund USD 9,9 Milliarden (USD 9,6 Milliarden unter Ausschluss von Wertminderungen und Abschreibungen) aus. Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 136.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollzeitstellenäquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com

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Mag. Sabine Lang, Bakk.
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