FPÖ-Jannach kritisiert Milchbauernsterben und teure Milchpreise

Milchquote muss bleiben - Transparenz beim Milchpreis notwendig - Fette Ausbeute für Handelsketten?

Wien (OTS) - Im Zeitraum 2006/2007 hat es in Österreich 45.700 Milchviehbetriebe gegeben, also Betriebe, die eine Milchquote hatten. Mit Mai 2014 sind es nurmehr 36.000, kritisiert der freiheitliche Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach die verfehlte Politik der Bundesregierung anlässlich des heutigen Internationalen Milchtages. Jannach fordert die Beibehaltung der Milchquote, um die heimischen Bauern zu schützen und ihre Betriebe zu erhalten. "Das Verschwinden bäuerlicher Betriebe ist eine Belastung für den Arbeitsmarkt und hat auch gesellschaftliche Auswirkungen für den Tourismus", warnt Jannach.

Besonders abstrus sei in diesem Zusammenhang, dass die ÖVP sich zwar für eine Zuckerrübenquote einsetze, aber gegen eine Milchquote wettert. Die Folgen wären die Überschwemmung mit billiger Milch aus dem Ausland nach Österreich, was die heimischen Bauern weiter in den Ruin treiben würde. "Es geht in Richtung wachsen oder weichen - wer nicht stark genug ist muss seinen Betrieb aufgeben und die Bundesregierung gießt weiter Öl ins Feuer", ist Jannach verärgert.

Außerdem kritisiert Jannach die intransparente Preispolitik: "Vor einem Jahr bekam man einen Liter Milch locker um 95 Cent. Jetzt muss man schon bis zu 1,25 Cent hinblättern. Die Bauern profitieren davon aber nicht. Sie bekommen genauso viel, wie vor dem EU-Beitritt Österreichs!" Jannach fordert Aufklärung, wer hier am Preiskuchen, der immer größer wird, mitschneidet. Er vermutet, dass sich die Handelsketten über eine fette Ausbeute freuen dürfen - auf Kosten der Konsumenten und Bauern, die ausgebeutet werden.

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