Vorzugsstimmen müssen wirken - doch unser Vorzugsstimmensystem ist leider eine Farce...

Es wäre sicher besser, Personen als direkte Stellvertreter zu wählen - statt in erster Linie Parteien. Doch das wollen die Parteien leider nicht...

Wien (OTS) - ...also haben sie als "Ersatz" ein Vorzugsstimmensystem eingeführt, das jedoch so gut wie nie - so auch diesmal bei der EU-Wahl - eine echte Veränderung des Resultates bringt.

Da die Vorzugsstimmen aber nichts bewirken, werden sie auch von den meisten Bürgern nicht sehr ernst genommen, von vielen gar nicht verwendet, von manchen nicht einmal richtig verstanden.

Das wiederum ist für die etablierten Parteien eine willkommene "Bestätigung": es besteht ohnehin keine "Nachfrage" nach einem besseren, personalisierten, Wahlrecht...

Fazit: in Österreich haben wir gleichsam ein "Spitzenkandidaten-Persönlichkeitswahlrecht": die einzigen, die über die Vorzugsstimmen ein Mandat bekommen hätten, wären jene gewesen, die ohnehin vorn auf der Liste standen! Auf diese Weise werden die Wähler eigentlich in die Irre geführt - und es ist kein Wunder, dass das System so kein Erfolg ist.

PS: In eine ähnliche Richtung geht die Tatsache, dass bei der EU-Wahl nur jene Parteien die Wahlkampfkosten rückerstattet bekommen, die auch ein Mandat erzielt haben. Obwohl diese ohnehin mehr Mittel zur Verfügung haben - und auch in den Medien stärker präsent sind. Nur ja keine Konkurrenz zulassen... (Oder möglichst schnell wieder loswerden!)

Rückfragen & Kontakt:

Initiative MEHR WAHLRECHT / www.willwaehlen.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | CHB0001