"Thema" am 2. Juni in ORF 2: Gewalt auf offener Straße - wer hilft den Opfern?

Weiters: Beiträge zu "Sexualmedizin" und "Minderheit Tagesväter", Neues von der Aktion "Schule fürs Leben - das Experiment

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in "Thema" am Montag, dem 2. Juni 2014, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Gewalt auf offener Straße - wer hilft den Opfern?

"Ich wollte nur helfen", sagt Bozidar Dimitrijevic. "Ich habe die jungen Männer gebeten, der Frau mit dem Kinderwagen Platz zu machen". Dafür erntet der Pensionist Faustschläge und droht nun auf einem Auge zu erblinden. Das ist nur eine der Gewaltattacken, die in den vergangenen Wochen für Aufsehen sorgten. Neben Fäusten kamen Eisenstange, Fleischhammer oder Messer zum Einsatz. Nimmt die Gewalt in der Öffentlichkeit zu? Die Opfer leiden lange. Benjamin Grilj, selbst betroffen: "Ich wurde auf der Straße zusammengeschlagen und hatte sechs Brüche. Da bleibt schon eine Unsicherheit zurück. Vor allem, wenn meine Frau mit unserem Kind unterwegs ist". Rike Fochler und Christoph Seibel berichten.

Sexualmedizin - chronische Erkrankungen und die Folgen für die Sexualität

So selbstverständlich Sexualität erscheint, wenn alles funktioniert, so belastend für die Partnerschaft kann es sein, wenn etwas nicht stimmt. Fast die Hälfte aller Frauen und Männer in Österreich haben oder hatten Probleme mit ihrer Sexualität - meist, ohne professionelle Hilfe zu erhalten. Jeder zweite Arzt und jede zweite Ärztin geben an, zu wenig über dieses Thema zu wissen. "Vor allem chronisch kranke Menschen werden kaum informiert, welche Folgen ihre Erkrankungen auf das Sexualleben haben", sagt Dr. Elia Bragagna, Leiterin der "Akademie für Sexuelle Gesundheit". Oliver Rubenthaler hat mit Betroffenen und Ärzten über dieses immer noch mit Scham behaftete Thema gesprochen.

Minderheit Tagesväter

Männer sind für die professionelle Kinderbetreuung nicht geeignet -so ein Denkmuster, das bei Männern und Frauen noch immer weit verbreitet ist. In der Millionenstadt Wien gibt es derzeit gezählte sieben Tagesväter. Mit vier Männern ist der Anteil in Graz vergleichsweise hoch. Andreas Allmer war noch vor drei Jahren Projektmanager bei einem Unternehmensberater, heute betreut er in derselben Firma die Kinder der Mitarbeiterinnen. Seine Frau verdient jetzt mehr Geld als er. Doch das stört weder ihn noch sie. "Das war nie eine Prestigefrage bei uns, wir machen es so, wie es für die Familie passt", sagt Andreas Allmer, Vater einer vierjährigen Tochter. Kurz vor dem Vatertag hat Susanne Zaradic drei Männer und ihre Tageskinder besucht.

Schule fürs Leben - das Experiment

Seit drei Monaten begleitet "Thema" Jugendliche des Gymnasiums Rahlgasse und der Neuen Mittelschule Gassergasse auf einem gemeinsamen Weg. Eine Angst kehrt bei den Neuen Mittelschülern mit Migrationshintergrund immer wieder: die Angst, in die alte Heimat abgeschoben zu werden. Die Sorge, alles zu verlieren, was man sich mühsam aufgebaut hat, setzt die Jugendlichen und ihre Familien unter Druck. Um die Situation zu klären, hat "Thema" die Familien zum Innenministerium begleitet. Christoph Feurstein und sein Schulteam sind dabei, wenn Fatima, Asip, Nabaa und Sam erfahren, ob sie in Österreich bleiben dürfen oder nicht.

"Thema" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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