"Orientierung" am 1. Juni: Nachlese des päpstlichen Nahostbesuchs - starke Gesten, klare Worte

Wien (OTS) - Christoph Riedl-Daser präsentiert im ORF-Religionsmagazin "Orientierung" am Sonntag, dem 1. Juni 2014, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Starke Gesten, klare Worte: Nachlese des päpstlichen Nahostbesuchs

Eigentlich sollte die zweite Auslandsreise des Papstes eine "rein religiöse" sein. Doch das ist in einer Großregion wie dem Nahen Osten nicht möglich - und war vermutlich auch nicht ausschließlich so geplant. Und so verdrängte die "Gebetseinladung" von Franziskus an die Präsidenten Shimon Peres und Mahmoud Abbas medial den - ebenfalls bemerkenswerten - Hauptanlass der Reise, nämlich die Begegnung mit dem Ehrenoberhaupt der Orthodoxie, Bartholomaios I. Insgesamt war der Nahostbesuch Franziskus' von starken Gesten geprägt: Das Gebet an der Klagemauer, der Besuch der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem, seine stillen Gebete am israelischen Sperrwall sowie am Denkmal für die Terroropfer in Israel. So wurde aus dem "Pilger Franziskus" letztlich auch ein hochpolitisch agierender Pontifex, der offenkundig auf seine ganz persönliche Art zu einem versöhnten Miteinander beitragen möchte. Bericht: Mathilde Schwabeneder.

"Offen miteinander reden" - Pfarrgemeinderäte und Bischöfe in Mariazell

"Ermutigungen - Spannungsfelder - Zukunftsspuren", so der Titel eines Kongresses der Pfarrgemeinderäte in Österreich, der von Donnerstag bis Sonntag in Mariazell stattfindet. Rund 500 katholische Pfarrgemeinderäte aus ganz Österreich werden dabei über "neue Formen der Seelsorge und Initiativen von Laien nachdenken", wie es vorab von den Organisatoren hieß. Bei diesem PGR-Kongress mit dabei sind aber auch fast alle österreichischen Bischöfe. Neben inhaltlichen Inputs, die u. a. vom Theologen Roman Siebenrock kommen werden, soll es in insgesamt 60 Workshops intensiven Erfahrungsaustausch über bereits laufende Aktionen und Initiativen in den Pfarrgemeinden geben. Die "Orientierung" wird Stimmen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern - von Laien wie von Bischöfen - einfangen und nachfragen, wo es heute innerhalb der römisch-katholischen Kirche "Ermutigung" gibt und welche "Spannungsfelder" aktuell auszumachen sind. Bericht: Christoph Riedl-Daser.

Fundamentalismus im Vormarsch? Afrikanische Staaten ringen um Frieden

Bombenanschläge, Entführungen, Überfälle auf Dörfer: In Nigeria, der Zentralafrikanischen Republik und in Kenia häufen sich Nachrichten über Gewalttaten, für die religiöse Extremisten verantwortlich gemacht werden. In Dar es Salaam, der großen Hafenstadt Tansanias, fanden sich kürzlich Vertreter/innen von Islam und Christentum aus mehreren Ländern des subsaharischen Afrika zusammen, um einerseits nach den vielfältigen Gründen für diese dramatische Entwicklung zu fragen, andererseits auch gemeinsame Strategien zu ihrer Eindämmung zu erörtern. Die große, friedliche Mehrheit von Christen und Muslimen, so der Tenor, dürfe sich nicht auseinanderdividieren lassen, sondern sollte sich gemeinsam gegen die gewaltbereiten Extremisten wappnen. Die Tagung, an der auch zahlreiche Vertreter/innen tansanischer Dialog-Organisationen teilnahmen, wurde nicht zuletzt durch die Unterstützung der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung und des Lutherischen Weltbundes möglich gemacht. Tansania selbst gilt als vergleichsweise friedliches Land. Allerdings leben Christen auf der Insel Sansibar, die zu Tansania gehört, nach Anschlägen auf katholische Priester in Angst und Sorge um die Zukunft. Trauriger Höhepunkt der religiös motivierten Gewalt:
Ein Geistlicher wurde nach dem Morgengottesdienst vor der Kirche in seinem Auto erschossen. Bericht: Christian Rathner.

Diagnose HIV-positiv: Die unterschätzte Gefahr

Als größte Benefizveranstaltung zugunsten von HIV-infizierten und an AIDS erkrankten Menschen gilt der alljährliche Life Ball in Wien, der in diesem Jahr am 31. Mai (ORF eins überträgt live ab 20.15 Uhr) über die Bühne gehen wird. Ein Ziel dieses Mega-Events: auf die Gefahren von HIV/AIDS aufmerksam zu machen und das Bewusstsein für die Krankheit und das Schicksal der Betroffenen zu schärfen. Genau das nämlich, so zeigen es Umfragen, scheint dringend notwendig zu sein:
Weil man heute weiß, dass - durch verbesserte Behandlungsmethoden -die Diagnose HIV-positiv keine "tödliche Prognose" mehr ist, wird vielfach der verantwortungsvolle Umgang mit Sexualität vernachlässigt. Was dabei oft übersehen wird: Eine HIV-Infektion ist zwar behandelbar, nicht aber heilbar und gilt als schwere -lebenslange - chronische Erkrankung. "Vor ein paar Jahren", weiß auch AIDS-Seelsorger Clemens Kriz, "war die Betroffenheit einfach größer, auch das Interesse - das ist nun verschwunden. Nur: Das Virus gibt's halt noch immer." Bericht: Brigitte Wojta.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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