Leistungsfähige, sichere und kostengünstige Leitungsinfrastruktur ist unverzichtbar

Salzburger Sozialpartner und Industriellenvereinigung nehmen Stellung zur Frage der 380-kV-Leitung in Salzburg: AK, WKS, ÖGB und IV vertrauen auf ein rechts-staatlich korrektes Verfahren!

Salzburg (OTS) - Am 2. Juni beginnt im Salzburger Messezentrum die öffentliche Anhörung im Rahmen des UVP-Verfahrens für den Lückenschluss der 380-kV-Leitung in Salzburg. Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Gewerkschaftsbund und Industriellenvereinigung Salzburg gehen in diesem Zusammenhang von einer unvoreingenommenen Prüfung im Rahmen eines rechtsstaatlich gewährleisteten UVP-Verfahrens und von einer sachgerechten Entscheidung aus.
Aus diesem Anlass bekräftigen die Sozialpartner und die IV erneut, dass sie eine leistungsfähige, sichere und kostengünstige Leitungsinfrastruktur in Österreich und in Salzburg für unverzichtbar halten. Man dürfe nicht vergessen, dass eine langfristig gesicherte und zuverlässige Versorgung mit elektrischer Energie die Grundlage für Betriebe in der gewerblichen Wirtschaft, der Industrie wie in der Landwirtschaft und für Arbeitsplätze in Salzburg darstellt. Ebenso erwarten sich aber auch die privaten Haushalte, dass Strom aus erneuerbaren Energieträgern möglichst kostengünstig erzeugt und verteilt wird.
Salzburgs Entwicklungschancen als Top-Region in Europa hängen entscheidend von der Sicherheit und Kostengünstigkeit seiner Energie-Infrastruktur ab, betonten die Sozialpartner und die IV. Ebenso stehe und falle der Umstieg auf erneuerbare Energien mit einem entsprechenden Ausbau der Leitungsnetze in Österreich und in Europa.

Den Salzburger Sozialpartnern und der Industriellenvereinigung liegt es fern, auf die erwartete sachgerechte Entscheidung Einfluss nehmen zu wollen. Allerdings soll die Salzburger Öffentlichkeit auch über folgende Sachverhalte informiert werden:
- Eine Verzögerung des Projekts erhöht die Gefahr von Kapazitätsengpässen und Stromausfällen, was letztlich neben der unzureichenden Versorgungssicherheit zu einer spürbaren Verteuerung der Strompreise führen würde.
- Würde die 380-kV-Leitung nicht gebaut werden, müsste der Landesenergieversorger mit hohem finanziellem Einsatz und ohne Ausnutzung von Synergien das bestehende 110-kV sowie das 220-kV Netz erneuern.
- Investitionen in Höhe von rund 600 Mill. Euro alleine in Salzburg werden positive Effekte auslösen, die insbesondere in der konjunkturellen Flaute willkommen sind: Ein kürzlich fertiggestelltes Gutachten des Industriewissenschaftlichen Instituts (iwi, Wien) stellt fest, dass die Investition in die 380-kV-Leitung allein in Salzburg, kumuliert auf sechs Jahre verteilt, zusätzliche Produktionseffekte von rund 110 Mill. Euro und fast 900 zusätzliche Vollzeitarbeitsplätze schafft.
Mit der Salzburgleitung II werden über 193 km 110-kV und 220-kV-Leitungen demontiert. Neu errichtet werden hingegen nur 114 km 380-kV und 14 km 220-kV-Leitungen. Große Baulandflächen im Bereich der bestehenden Leitungen werden nutzbar und somit eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die regionale Bautätigkeit (für Wohn- und Betriebsgebäude) geschaffen.
Die Sozialpartner fordern daher einmal mehr die zügige Verwirklichung leistungsfähiger und kostengünstiger Netz- und Leitungsstrukturen, um die Versorgungssicherheit Salzburgs sicherzustellen, um den Transport und Ausgleich stetig steigender Mengen an erneuerbarer Energie zu gewährleisten und um letztlich sicherzustellen, dass der Wirtschaftsstandort Salzburg und Österreich nicht an Wettbewerbsfähigkeit verliert.

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