Österreicher acht Stunden in Gefangenschaft von Separatisten

Kärntner OSZE-Beobachter war in der Ostukraine stundenlang Geisel und hatte Todesangst: "Separatisten waren schwer bewaffnet und sehr aggressiv."

Wien (OTS) - Die Tageszeitung ÖSTERREICH berichtet in der Freitagausgabe über die bangen Stunden des österreichischen OSZE-Beobachters in Gefangenschaft. Der Kärntner OSZE-Krisenberater wurde am Mittwoch zusammen mit zehn anderen Mitgliedern der Special Monitoring Mission (SMM) von prorussischen Separatisten in der Ukraine festgehalten - er schilderte gegenüber dem Außenministerium, dass die Geiselnehmer "schwer bewaffnet und sehr aggressiv" gewesen seien.

"Die Lage war anfangs sehr angespannt und drohte zu eskalieren", erzählte der Österreicher, der seit Mai für die OSZE in der Ukraine im Einsatz ist. Mit erhobenen Waffen hätten die Separatisten den OSZE-Konvoi mit dem Österreicher bei einem Checkpoint zwischen Donezk und Dnipropetrowsk aufgehalten, danach sei der Kontakt der Beobachter zur OSZE abgerissen.

Während die Entführungsopfer in einem Kohleminen-Areal festgehalten wurden, lief parallel dazu im Außenamt in Wien die Hilfsinitiative an: Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) setzte einen Krisenstab ein und telefonierte persönlich mit OSZE-Chef Didier Burkhalter und dem ukrainischen Außenminister Andrej Deschtschiza. Am späteren Nachmittag entspannte sich laut dem Österreicher die Situation für die Gefangenen. Dass alle elf OSZE-Beobachter Russisch gesprochen haben, habe entscheidend zu ihrer Freilassung beigetragen.

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