Im Sinne des Kinderschutzes: Kinderliga begrüßt Forderung des Gesundheitsministers nach Verbesserung des Nichtraucherschutzes

Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) begrüßt, dass Alois Stöger in seiner Forderung nach rauchfreier Gastronomie auch an die Kinder denkt.

Wien (OTS) - Seit 2009 gilt das generelle Rauchverbot in öffentlichen Räumen. Die für die Gastronomie getroffenen Ausnahmeregelungen führen dazu, dass es in vielen Lokalen neben den Nichtraucherzonen auch Bereiche für Raucher gibt. Während Erwachsene die Wahl haben, ob sie in der Raucher- oder Nichtraucherzone eines Lokals Platz nehmen, haben Kinder diese Wahl nicht. Sie müssen mit ihren rauchenden Begleitpersonen mit und sind dem Tabakrauch schutzlos ausgesetzt. Die Kinderliga begrüßt den Appell des Gesundheitsministers zur weiteren Verbesserung des Nichtraucherschutzes und gibt einmal mehr Kindern ihre Stimme.

Denn Säuglinge, Kleinkinder, Kinder:

  • sind beim Passivrauchen in geschlossen Räumen (sowohl in der Gastronomie wie vor allem auch im Auto) gefährdeter, weil sie mit jedem Atemzug relativ mehr Atemluft aufnehmen als Erwachsene - und damit mehr Giftstoffe
  • reagieren empfindlicher auf die Belastungen durch den Tabakrauch, weil sich ihr Körper noch in Entwicklung befindet und die eingeatmeten Stoffe schlechter abbauen kann
  • klagen, wenn sie in verrauchten Innenräumen sein müssen, häufig über Kopfschmerzen, Übelkeit, Husten
  • erkranken häufiger an schweren Krankheiten wie Asthma, Lungenentzündung, Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen
  • weisen beim Passivrauchen zweimal höhere Werte an Cotinin (ein Abbauprodukt von Nikotin) im Körper auf, als rauchende Erwachsene.

(Quelle: VIVID - Fachstelle für Suchtprävention, http://www.vivid.at/wissen/tabak)

Auch ungeborene Kinder sind belastet. Raucht die Mutter, dann raucht das Baby mit und ist einem höheren Risiko von "Plötzlichem Kindstod", Frühgeburtlichkeit, niedrigem Geburtsgewicht u.a. ausgesetzt.

"Jede Maßnahme zum Ausbau des Nichtraucherschutzes schützt auch die Kinder. Die Kinderliga appelliert an die verantwortlichen Erwachsenen, Kinder vor dem Passivrauchen zu schützen und sie auch jetzt schon nicht in die Raucherzonen mitzunehmen", begrüßt Prim. Dr. Klaus Vavrik Präsident der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit die Initiative des Gesundheitsministers.

Informationen zur Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga): www.kinderjugendgesundheit.at

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